Trainer Heiko Vogel zeigte sich nach dem nächsten Dämpfer frustriert, während Kapitän Felix Klaus seine Kollegen im Kreis noch einmal einschwor. Die SpVgg Greuther Fürth konnte ihre Negativserie auch nach der langen Länderspielpause nicht beenden und verlor in der 2. Bundesliga beim Tabellenführer Hertha BSC mit 1:2 (0:0).
„Am Ende stehen wir mit null Punkten da, dabei wären drei verdient gewesen“, sagte ein enttäuschter Vogel nach der Partie.
Die Franken warten damit seit vier Spielen auf einen Sieg und fielen in der Tabelle auf Rang 15 zurück. Nach sieben Spieltagen stehen lediglich sechs Punkte zu Buche – nur ein Zähler trennt Fürth von der Abstiegszone.
Vogel zufrieden mit dem Auftritt
Mads Pedersen brachte die Berliner in der 65. Minute in Führung, Ex-Fürther Paul Seguin erhöhte in der 80. Minute. Das späte Tor von Jannis Heuer kurz vor Schluss (90.) reichte nicht mehr, obwohl Fürth im Olympiastadion über weite Strecken mindestens auf Augenhöhe spielte.
Vogel lobte seine Mannschaft trotz der Niederlage deutlich. Aus seiner Sicht war Fürth über die gesamte Spieldauer sogar das stärkere Team. Den Unterschied hätten letztlich die individuellen Qualitäten der Hertha-Spieler gemacht. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil: Das war unsere bislang beste Saisonleistung. Die Art und Weise, wie wir hier aufgetreten sind, macht mich stolz“, erklärte der Trainer.
Viele Chancen bleiben ungenutzt
Das Hauptproblem der Gäste war einmal mehr die Chancenverwertung. Gegen die zuvor noch verlustpunktfreien Berliner, die von Ex-Fürth-Coach Stefan Leitl trainiert werden, ließ Fürth mehrere gute Möglichkeiten liegen. In der Anfangsphase offenbarten beide Defensivreihen immer wieder Räume, doch die Offensivspieler gingen zu nachlässig mit ihren Gelegenheiten um.

Auf Fürther Seite vergaben unter anderem Omar Sillah (23.) und Shinta Appelkamp (26.). Auf der anderen Seite musste Torhüter Florian Hellstern bei einem Distanzschuss von Linus Gechter aus rund 30 Metern (38.) sowie bei einem schnellen Gegenstoß über Adewumi (41.) eingreifen.
Aberkanntes Tor als Wendepunkt
Nach der Pause bemühte sich Hertha zunehmend um Kontrolle und belohnte sich durch Pedersens Treffer aus spitzem Winkel. Besonders bitter für Fürth: Nur drei Minuten zuvor war ein Tor von Sillah nach Videobeweis wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt worden.
Mit der Führung im Rücken wirkte Berlin sicherer. Seguin legte mit einem Distanzschuss nach und entschied die Partie praktisch. Heuers Kopfballtreffer in der Schlussminute änderte nichts mehr am Ausgang und diente nur noch der Ergebniskorrektur.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber