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Überraschende Wende: Zoff um «Mon Amour» ist vorbei

Zoff um «Mon Amour»: Nach harter Kritik an Marc Eggers und zwei Influencern gibt es plötzlich eine überraschende Lösung.

06.05.2026, 15:00 Uhr

Streit um "Mon Amour" am Ballermann beigelegt: Eggers entschuldigt sich

Am Ballermann ist "Mon Amour" seit Wochen kaum zu überhören. Die Zeilen „Solang ich noch Luft in meiner Lunge hab, brennt mein Herz für dich lichterloh. Du bist für immer Mon Amour“ gehören auf Mallorca längst zu den meistgesungenen Refrains der Saison. Doch rund um das Cover des Songs, der ursprünglich von der Schweizer Rockpopband Hecht stammt, hatte es zuletzt Ärger gegeben.

In den Lokalen und Clubs an der Playa de Palma kursieren derzeit zwei deutschsprachige Versionen des Liedes. Eine stammt von Tobee, der mit Partysongs wie "Helikopter 117" und "Saufi Saufi" bekannt wurde. Die andere wurde von Marc Eggers gemeinsam mit den Influencern Paul Frege und Aditotoro aufgenommen. Dass es am Ballermann mehrere Versionen eines Songs gibt, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.

Für Diskussionen sorgte allerdings ein Instagram-Video von Hecht-Sänger Stefan Buck vor rund zwei Wochen. Darin erklärte er, dass nur Tobee die offizielle Freigabe für eine Bearbeitung erhalten habe. Das Trio um Eggers habe demnach nicht einmal um Erlaubnis gebeten und den Titel trotzdem veröffentlicht.

Übersetzung gilt als Bearbeitung

Wer einen Song aus dem Schweizerdeutschen ins Hochdeutsche überträgt, verändert das Original und benötigt dafür die Zustimmung der Urheber. Buck kritisierte das Vorgehen deutlich und sagte, es widerspreche den Werten der Band. Deshalb habe man Eggers und seine Mitstreiter aufgefordert, ihre Version von sämtlichen Plattformen zu entfernen.

Dazu kam es zunächst jedoch nicht. Eggers performte "Mon Amour" weiterhin im Megapark. Nach intensiven Gesprächen wurde inzwischen aber eine Lösung gefunden: Die Version von Eggers darf weiter gespielt werden.

Eggers äußerte sich inzwischen selbst in einem Instagram-Video und entschuldigte sich bei Hecht sowie bei den Schweizer Fans. Er räumte ein, man habe sich falsch informiert und sei zudem falsch beraten worden. Zugleich betonte er, das sei keine Ausrede, da letztlich die Verantwortung bei ihm und seinem Team liege.

Nach Angaben der Beteiligten folgt das Trio außerdem einem Vorschlag der Band: Sämtliche Einnahmen aus der Coverversion sollen an Ärzte ohne Grenzen gespendet werden. Für Hecht ist der Streit damit abgeschlossen.

Tobee bleibt entspannt

Tobee, dessen Version von Beginn an genehmigt war, reagiert gelassen auf die Entwicklung. Gegenüber der dpa sagte der Sänger aus der Nähe von Ulm, beide Fassungen seien kaum miteinander vergleichbar. Seine Interpretation passe eher zu Party und Ballermann, während die andere möglicherweise stärker auf soziale Medien zugeschnitten sei. Letztlich, so Tobee, sollten die Fans selbst entscheiden, welche Version sie hören möchten.

Mit "Mon Amour" feierte die in Luzern gegründete Band Hecht bereits vor knapp einem Jahr ihren ersten Top-Ten-Hit in der Schweiz. Im vergangenen Jahr trat die Gruppe mit ihren Mundart-Songs erstmals auch in Deutschland auf.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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