In einer alten Garage des 2019 gestorbenen Schauspielers Jan Fedder ist ein besonderes Stück deutscher Filmgeschichte aufgetaucht: Seine Witwe Marion Fedder entdeckte dort einen originalen Peugeot 402 aus dem Filmklassiker „Das Boot“. So lange verborgen blieb die Limousine nach ihren Angaben auch deshalb, weil der Garagenschlüssel über lange Zeit nicht auffindbar war. Nun soll der Wagen restauriert werden.
Jan Fedder wollte den Peugeot restaurieren lassen
Marion Fedder erinnerte daran, wie groß die Sammelleidenschaft ihres Mannes gewesen sei. Sie sorge bis heute für immer neue Überraschungen. Noch immer stoße sie regelmäßig auf zahlreiche Schätze. Zugleich sagte sie, Jan Fedder sei nun schon seit sieben Jahren nicht mehr bei ihr.
Auch von dem Peugeot habe Jan Fedder oft erzählt. Besonders gern habe er geschildert, wie er es nach dem Dreh geschafft habe, das Auto nach Hamburg zu holen. Sein Wunsch sei immer gewesen, den Oldtimer "irgendwann" restaurieren zu lassen. Dazu sei es jedoch nicht mehr gekommen.
Jan Fedder starb 2019. Der Hamburger Schauspieler wurde vor allem als Polizeikommissar Dirk Matthies in der ARD-Serie „Großstadtrevier“ zur Kultfigur. Bei dem wiederentdeckten Fahrzeug handelt es sich um einen Oldtimer, der zwischen 1935 und 1942 gebaut wurde. Den Peugeot holte Fedder den Angaben zufolge unmittelbar nach den Dreharbeiten zu „Das Boot“, also etwa 1980, an die Elbe. Seitdem blieb der Wagen offenbar unberührt und geriet fast in Vergessenheit.
Rückkehr zum Filmzustand geplant
Jetzt soll der Peugeot in eine spezialisierte Werkstatt gebracht werden. Dort ist eine aufwendige Restaurierung geplant, damit der Wagen wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wird – so, wie er einst im Film „Das Boot“ zu sehen war.
Marion Fedder erklärte außerdem, dass sie neben dem Peugeot noch weitere einmalige Erinnerungsstücke aus dem Film besitze. „Das Boot“ sei für Jan Fedder eine der wichtigsten Rollen seines Lebens gewesen, auf die er sehr stolz gewesen sei. Nun beginne sie damit, die verschiedenen Fundstücke zusammenzutragen und aufzubereiten.
Der Aufwand sei zwar groß, sagte sie, dennoch gebe sie auch gern Dinge weiter, von denen sie wisse, dass Fans und Wegbegleiter sich daran erfreuten. So bleibe Jan Fedder in Erinnerung und lebe auf besondere Weise weiter.
In den Jahren nach dem Tod des Schauspielers hatte Marion Fedder bereits mehrfach wertvolle Besitztümer ihres Mannes versteigert oder versteigern lassen. Ein Teil der Erlöse kam dabei auch dem Hamburger Michel zugute, den Jan Fedder sehr geschätzt hatte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion