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Neue «Mobland»-Folgen: So finster ist Pierce Brosnan

Pierce Brosnan zeigt in «Mobland» sein dunkelstes Gesicht – und Helen Mirren macht Staffel 2 noch heißer.

17.09.2026, 07:09 Uhr

Pierce Brosnan glänzt in „Mobland“ als düsterer Clanboss

Pierce Brosnan wurde in den 1980er Jahren durch die Serie „Remington Steele“ einem großen Fernsehpublikum bekannt, ehe er in den 1990ern als James Bond zum internationalen Superstar aufstieg. In der Paramount+-Serie „Mobland – Familie bis aufs Blut“ zeigt der 73-Jährige nun eine womöglich besonders markante Seite seines Könnens: als cholerischer, gealterter Gangsterpatriarch Conrad Harrigan. Ab 18. September stehen beim Streamingdienst neue Folgen der prominent besetzten Produktion bereit, an der auch Guy Ritchie beteiligt ist.

Brosnan: Weg vom Image des eleganten Filmstars

Im Gespräch erklärte Brosnan, er habe das Bedürfnis gehabt, „endlich wieder Schauspieler zu sein“. Seine Laufbahn begann auf der Bühne, später folgten Fernsehen und Kino. Mit der Zeit habe sich jedoch ein bestimmtes Bild von ihm verfestigt: der stilvolle, attraktive Gentleman. Das habe ihm zwar beruflich viel eingebracht und seiner Familie Sicherheit gegeben, ihn aber zugleich auf eine Rolle festgelegt.

Gerade deshalb dürfte ihn Conrad Harrigan besonders reizen. Zwar besitzt die Figur weiterhin Ausstrahlung, doch sie ist deutlich finsterer und vielschichtiger angelegt. Conrad ist launenhaft, brutal, abstoßend und zugleich faszinierend. Brosnan balanciert diese Gegensätze überzeugend aus und macht aus dem Familienoberhaupt eine Figur, die gleichermaßen unterhält und einschüchtert.

Helen Mirren und Pierce Brosnan als starkes Zentrum der Serie

Brosnan betont, dass ihm nur wenige Rollen so viel Freude bereitet und so viel Spielraum gelassen hätten. Ein wichtiger Anreiz sei außerdem die Zusammenarbeit mit Guy Ritchie und Helen Mirren gewesen. Er habe sich nach einem Ensemble gesehnt, in dem er sich wieder ganz als Darsteller erleben könne.

Neue «Mobland»-Folgen: Die dunkle Seite von Pierce Brosnan
Regisseur Guy Ritchie mit den «Mobland»-Stars: Helen Mirren, Pierce Brosnan und Tom Hardy Quelle: Alberto Pezzali/Invision/AP/dpa

Mirren, Oscar-Preisträgerin und in der Serie als berechnende, manipulative Ehefrau Maeve Harrigan zu sehen, sieht das ähnlich. Im gemeinsamen Interview sagte die 81-Jährige, es gebe einen Unterschied zwischen einem Schauspieler und einem Filmstar – und Brosnan vereine inzwischen beides auf beeindruckende Weise. Das Zusammenspiel der beiden bildet den emotionalen Kern der Gangsterserie.

Worum es in „Mobland“ geht

Die erste Staffel drehte sich um den erbitterten Machtkampf zwischen den Harrigans und der rivalisierenden Verbrecherfamilie Stevenson. Im Mittelpunkt steht Tom Hardy als Harry Da Souza, der loyale Problemlöser des Harrigan-Clans. Während er versucht, die Familie vor dem Zerfall zu bewahren, gerät auch sein Privatleben immer stärker aus den Fugen: Seine Ehe mit Jan (Joanne Froggatt) steht kurz vor dem Aus.

Innerhalb der Harrigans brodelt es ohnehin gewaltig. Conrad handelt zunehmend unberechenbar und bringt damit seinen Sohn und vorgesehenen Nachfolger Kevin Harrigan (Paddy Considine) gegen sich auf. Maeve verfolgt parallel ihre eigenen Ziele, insbesondere mit Blick auf den jungen Eddie Harrigan (Anson Boon), dessen Stellung im Familiengefüge unsicher ist. Auch Seraphina (Mandeep Dhillon), Conrads ehrgeizige uneheliche Tochter, sorgt für Spannungen. Während der Clan mit sich selbst beschäftigt ist, wittern immer mehr Gegner ihre Chance.

Staffel 2 soll noch chaotischer werden

Für die zweite Staffel kündigt Mirren eine weitere Zuspitzung an. Bei den Harrigans herrsche nun noch größeres Chaos, und nach und nach hole sie ihre Vergangenheit ein. Die Serie verbinde weiterhin blutige Gangsterhärte mit pechschwarzem Humor und bewusst überzeichneten Charakteren – womöglich sogar noch radikaler als zuvor.

Neu bzw. stärker im Fokus stehen unter anderem Johnny Flynn als hinterlistiger Gangster Frankie Cooper, der die Harrigans zu Fall bringen will, Janet McTeer als einflussreiche Mafiapatin mit politischen Verbindungen sowie Toby Jones als pensionierter, korrupter Ex-Polizist Colin Tattersall. Mirren spricht von einer außergewöhnlich starken britischen Besetzung. Auch in Sachen Spannung und Unterhaltungswert knüpft Staffel zwei direkt an die erste Runde an.

Trotz Gerüchten geht es weiter

Immer wieder war zuletzt von Spannungen hinter den Kulissen zu hören. Medienberichten zufolge soll es Reibereien zwischen Tom Hardy und dem ausführenden Produzenten sowie Autor Jez Butterworth gegeben haben, der unter anderem an „James Bond 007 – Spectre“ und „The Agency“ beteiligt war.

Aus dem Umfeld von Paramount+ heißt es jedoch, die Situation sei weniger dramatisch gewesen als teils dargestellt. Inzwischen scheinen die Differenzen beigelegt. Fest steht bereits: „Mobland“ wird auch eine dritte Staffel erhalten – mit Tom Hardy und natürlich mit dem starken Duo Helen Mirren und Pierce Brosnan, das der Serie ihren besonderen Glanz verleiht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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