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Italien-Schock: Werke von da Messina gestohlen

Spektakulärer Kunstdiebstahl in Messina: Diebe hebeln Alarm und Vitrine aus – sogar eine Madonna-Tafel ist weg.

16.08.2026, 10:29 Uhr

Mehrere bedeutende Kunstwerke des Renaissancemalers Antonello da Messina sind aus dem Museo Regionale di Messina auf Sizilien gestohlen worden. Wie die Stadtverwaltung von Messina bestätigte, drangen Unbekannte in der Nacht zum Sonntag in die Ausstellungsräume ein und entwendeten mehrere Werke. Zunächst hatte die Nachrichtenagentur Ansa darüber berichtet.

Nach bisherigen Informationen nahmen die Täter drei der fünf Tafeln des berühmten Polyptychons von San Gregorio mit. Außerdem verschwand eine beidseitig bemalte Tafel mit Darstellungen der Madonna und Christus. Dieses Werk soll sogar aus dem Innern einer gesicherten Vitrine herausgelöst und gestohlen worden sein.

Museumsdirektorin spricht von „großem Verlust“

Die Behörden gehen davon aus, dass die Diebe beim Einbruch äußerst präzise vorgingen. Offenbar gelang es ihnen, Alarmsysteme zu umgehen, um in die Ausstellungsräume einzudringen. Die Polizei ermittelt nun, rekonstruiert den genauen Ablauf des Einbruchs und sucht nach Hinweisen auf die Identität der Täter.

Museumsdirektorin Marisa Mercurio zeigte sich tief betroffen. „Wir sind erschüttert über das, was geschehen ist“, sagte sie nach dem Diebstahl. Zugleich sprach sie von einem „großen Verlust für das Museum, die Stadt, die Gemeinschaft und die Kunstwelt“.

Antonello da Messina zählt zu Italiens bedeutendsten Malern

Antonello da Messina, der etwa von 1430 bis 1479 lebte, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Frührenaissance und als einer der herausragenden Künstler des 15. Jahrhunderts. Er wurde in Messina geboren.

Erst zu Beginn dieses Jahres hatte der italienische Staat das berühmte Gemälde „Ecce Homo“ des Malers für rund 12 Millionen Euro erworben. Das Werk war ursprünglich für eine Versteigerung vorgesehen. Das Kulturministerium in Rom kaufte es jedoch noch vor Beginn der Sotheby’s-Auktion.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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