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Zugdrama in England: Ein Toter nach Kollision

Chaos im Feierabendverkehr: Nördlich von London krachen zwei Züge zusammen. Ein Toter, fast 100 Verletzte – was bekannt ist.

20.06.2026, 04:12 Uhr

Zugunglück nördlich von London: Neun Menschen in kritischem Zustand

Bei einem Zugzusammenstoß nördlich von London ist ein Mensch ums Leben gekommen. Nach früheren Angaben wurden insgesamt 89 Personen verletzt. Inzwischen befinden sich nach Angaben der British Transport Police neun Menschen in kritischem Zustand, 28 weitere liegen mit teils schwersten Verletzungen weiterhin im Krankenhaus. Im Einsatz waren Dutzende Rettungskräfte, mehr als 20 Krankenwagen und mehrere Rettungshubschrauber. Die Gewerkschaft RMT erklärte, bei dem Todesopfer handele es sich um den Lokführer eines der beteiligten Züge.

Das Unglück ereignete sich am Freitag um 17.15 Uhr Ortszeit in Elstow bei Bedford. Betroffen waren zwei Personenzüge des Unternehmens East Midlands Railway (EMR), die zusammengestoßen waren, wie EMR-Chef Will Rogers sagte. Auf Bildern britischer Medien waren stark beschädigte Züge zu sehen. In sozialen Netzwerken kursierten Berichte, wonach es sich nicht um einen Frontalzusammenstoß gehandelt habe.

Fahrgäste schilderten der Nachrichtenagentur PA zufolge chaotische Szenen. Beim Aufprall seien Menschen gegen Sitze geschleudert worden, zudem sei Rauch zu sehen gewesen. Ein Passagier berichtete, Menschen hätten geweint und geschrien.

Wie es zu dem Unfall kam, ist nach Angaben von Chief Constable Lucy D’Orsi bislang unklar. Spezialisierte Ermittler versuchen nun, die Ursache und den genauen Hergang zu klären. Die Polizei rief die Öffentlichkeit dazu auf, bis zu einem Ermittlungsergebnis nicht zu spekulieren.

Premierminister Keir Starmer dankte den Einsatzkräften am Freitagabend und sprach von einer zutiefst beunruhigenden Lage. Auch Verkehrsministerin Heidi Alexander zeigte sich tief besorgt. Angehörige wurden gebeten, nicht selbst zur Unglücksstelle zu fahren. Der Bahnbetreiber Thameslink teilte zudem mit, dass alle Verbindungen zwischen Bedford und Luton vorerst eingestellt wurden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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