Schmid bei BMW International Open zurückgefallen, Rosenmüller greift an
Deutschlands derzeit bester Golfer Matti Schmid hat beim Heimturnier in München am dritten Tag an Boden verloren. Der 28-Jährige aus Regensburg spielte eine 74er-Runde und fiel damit auf den geteilten 27. Platz zurück. Auf derselben Position liegt auch Nicolai von Dellingshausen aus Düsseldorf.
Rosenmüller mit starker Aufholjagd
Für Thomas Rosenmüller lief es dagegen deutlich besser. Der 29-Jährige aus Ismaning schob sich mit einer hervorragenden 65 auf den geteilten vierten Rang nach vorn. Mit insgesamt elf Schlägen unter Par liegt er nur zwei Schläge hinter dem führenden Duo Michael Hollick aus Südafrika und Bernd Wiesberger aus Österreich.
Rosenmüller gelang damit der größte Sprung des Tages: Er verbesserte sich um 46 Plätze. Auf dem Platz seines Heimatclubs spielte er mit sieben unter Par die beste Runde des Tages und teilt sich nun Rang vier mit dem Südafrikaner Hennie Du Plessis.
Hoffnung auf einen deutschen Heimsieg
Damit darf Rosenmüller weiter von einem besonderen Erfolg träumen: Sollte er sich am Sonntag durchsetzen, wäre er nach Martin Kaymer, der 2008 gewann, erst der zweite deutsche Sieger in der Geschichte der BMW International Open.
Rosenmüller zeigte sich zudem begeistert von der Stimmung rund um das Turnier, besonders von den vielen jungen Fans. Er erinnerte daran, dass er selbst 2008 als Kind dabei war, als Kaymer triumphierte, Autogramme sammeln wollte und sich über signierte Bälle freute. Jetzt sei es für ihn schön, etwas an die nächste Generation zurückgeben zu können.

Kaymer verpasst den Cut
Für den früheren Weltranglistenersten Martin Kaymer war das Turnier dagegen bereits früh beendet. Mit insgesamt 147 Schlägen scheiterte er deutlich am Cut und qualifizierte sich nicht für die Wochenendrunden.
In diesem Jahr wird bei dem Turnier erstmals ein Gesamtpreisgeld von drei Millionen US-Dollar ausgeschüttet, umgerechnet rund 2,63 Millionen Euro. Auf den Sieger warten 510.000 US-Dollar beziehungsweise etwa 448.000 Euro.
Angepasster Zeitplan wegen Gewittergefahr
Am Sonntag wird der Finaltag nach einem veränderten Ablauf ausgetragen. Grund dafür ist nach Angaben der Veranstalter eine lokale Gewitterwarnung für den Nachmittag. Die Schlussrunde soll deshalb voraussichtlich bereits gegen 15.00 Uhr beendet sein. Das Gelände öffnet schon ab 7.00 Uhr.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber