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Bardem und Cruz: Ihr Trick für Liebe trotz Arbeit

Warum drehen Penélope Cruz und Javier Bardem fast nie zusammen? In Venedig verraten sie ihr überraschendes Ehe-Geheimnis.

09.09.2026, 06:40 Uhr

Cruz und Bardem über Ehe und Dreharbeiten: Klare Trennung zwischen Privatleben und Rolle

Penélope Cruz und Javier Bardem haben in Venedig erzählt, wie sie ihre Beziehung mit gemeinsamen Filmprojekten vereinbaren. Für ihr neues Drama „Bunker“ von Regisseur Florian Zeller stehen die beiden Oscar-Preisträger erneut zusammen vor der Kamera – und spielen auch im Film ein Ehepaar. Der Streifen läuft im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig.

Auf die Frage, wie viel aus ihrer eigenen Ehe in die Rollen eingeflossen sei, machte Bardem deutlich, dass sie beides strikt voneinander trennen. Ohne diese Abgrenzung könne man in diesem Beruf kaum bestehen, sagte der 57-Jährige. Ob es zwischen ihnen auch mal Streit gebe, beantwortete er mit einem Augenzwinkern: natürlich nie.

Cruz: Viele gemeinsame Projekte bewusst abgelehnt

Cruz konterte lachend, sie kenne Bardem seit mehr als drei Jahrzehnten – da wäre es kaum vorstellbar, dass es nie Meinungsverschiedenheiten gegeben habe. Insgesamt, so die 52-Jährige, hätten sie jedoch einen guten Weg gefunden, Beruf und Privatleben in Balance zu halten. Wenn sie gemeinsam an einem Film arbeiteten, nehme das in Gesprächen zwar viel Raum ein, doch solche gemeinsamen Projekte seien eher selten.

Nach ihren Angaben stehen die beiden nur etwa alle fünf Jahre zusammen vor der Kamera. Viele Angebote hätten sie ausgeschlagen, entweder weil die Stoffe nicht passend gewesen seien oder weil der Zeitpunkt nicht gestimmt habe.

Dass sie sich diesmal für „Bunker“ entschieden, sei ihnen leichtgefallen, betonte Cruz. Ein wichtiger Grund dafür sei Florian Zeller gewesen. Der Regisseur habe am Set wie eine Art Schutzschirm gewirkt. So habe es einen geschützten Raum gegeben, in dem sie nichts aus ihrem Privatleben in die Arbeit hineintragen mussten, sondern sich ganz auf die Figuren konzentrieren konnten.

Filmfestspiele Venedig - «Bunker»
Bardem und Cruz präsentieren in Venedig ihren neuen Film «Bunker». Quelle: Scott A Garfitt/Invision/AP/dpa

15 Minuten Applaus nach der Premiere

In „Bunker“ spielt Bardem einen gefeierten Architekten, der erwägt, für einen Tech-Milliardär einen Schutzbunker zu entwerfen. Für seine Ehefrau, dargestellt von Cruz, wird dieses Vorhaben zum Auslöser, die gemeinsamen Überzeugungen – und schließlich die gesamte Beziehung – infrage zu stellen.

Das Drama wurde nach seiner Premiere in Venedig mit dem bislang längsten Beifall des Festivals gefeiert: Mehr als 15 Minuten lang gab es stehende Ovationen. In einer Nebenrolle ist zudem Patrick Schwarzenegger zu sehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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