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Zverev lässt auch Peking zum Auftakt staunen

Zverev marschiert auch in Peking weiter – und plötzlich wirkt sein ganz großes Ziel zum Greifen nah.

01.10.2026, 12:09 Uhr

Alexander Zverev hat beim ATP-500-Turnier in Peking das Achtelfinale erreicht. Der zweimalige Grand-Slam-Sieger gewann sein Auftaktmatch in der chinesischen Hauptstadt gegen den Briten Cameron Norrie mit 7:6 (7:1), 6:4 und setzte damit seine jüngste Erfolgsserie fort. Nach seinem Triumph bei den US Open vor rund zweieinhalb Wochen war Zverev auch im Davis Cup mit Deutschland gegen Kroatien sowie im Laver Cup mit Team Europa gegen Team Welt erfolgreich.

Gegen Norrie genügte dem 29-Jährigen eine eher durchschnittliche Leistung, um die nächste Runde zu erreichen. Im ersten Satz geriet er kurz unter Druck und musste sogar einen Satzball abwehren, ehe er sich nach knapp einer Stunde den Durchgang im Tiebreak sicherte. Nach insgesamt 1:39 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball.

Im Achtelfinale bekommt es der Deutsche nun mit dem Chinesen Shang Juncheng zu tun. Zuvor hatte mit Jan-Lennard Struff bereits ein weiterer Deutscher die Runde der letzten 16 erreicht.

„Ich bin etwas überrascht, wie gut ich gespielt habe“, sagte Zverev nach der Partie. „Ich bin erst vor zwei Tagen hier angekommen, zudem war es ein Wechsel von einem Indoor- zu einem Outdoor-Turnier. Es war ein Spiel auf sehr hohem Niveau.“

Platz eins rückt näher

Mit dem Einzug ins Achtelfinale machte Zverev zudem einen weiteren kleinen Schritt in Richtung Weltranglisten-Spitze. Da der aktuelle Branchenprimus Jannik Sinner wegen anhaltender Knieprobleme weiter pausieren muss, kann der Deutsche mit weiteren guten Ergebnissen den Rückstand auf den Italiener weiter verkleinern.

Sollte Zverev tatsächlich an die Spitze klettern, wäre er erst der zweite deutsche Profi nach Boris Becker auf Platz eins der Männer-Weltrangliste. Becker stand insgesamt zwölf Wochen ganz oben. Für den dreimaligen Wimbledon-Sieger ist es ohnehin nur noch „eine Frage der Zeit“, bis Zverev diesen Rang übernimmt, wie er während der US Open bei „sporteurope.tv“ sagte.

Noch Anfang Februar, unmittelbar nach den Australian Open, lag Zverev mehr als 9.000 Punkte hinter dem damaligen Spitzenreiter Carlos Alcaraz und knapp 5.700 Zähler hinter Sinner auf Rang zwei. Weil Alcaraz in diesem Jahr wegen einer Handgelenksverletzung mehrere Monate aussetzen musste und nun auch Sinner pausiert, hat sich die Ausgangslage inzwischen deutlich zugunsten von Zverev verändert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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