Fußball

UEFA prüft Reals brisante Schiri-Beschwerde gegen Barça

Im Barça-Schiri-Skandal legt Real nach – jetzt schaltet sich die UEFA ein. Was steckt in den brisanten Unterlagen?

01.10.2026, 18:30 Uhr

UEFA prüft Beschwerde von Real Madrid im Fall Negreira

Die Europäische Fußball-Union UEFA befasst sich mit einer Eingabe von Real Madrid im Streit mit dem FC Barcelona um Zahlungen an einen früheren Funktionär des spanischen Schiedsrichterwesens. Der Kontinentalverband bestätigte, Unterlagen von Real im Rahmen der laufenden Untersuchung erhalten zu haben. Diese würden nun ausgewertet. Weitere Angaben zum Inhalt oder zum nächsten Ablauf machte die UEFA zunächst nicht.

Real Madrid erklärte, die Beschwerde enthalte umfangreiche Dokumente und Belege zu Vorgängen von besonderer Tragweite, die aus Sicht des Clubs sowohl die Integrität des Wettbewerbs als auch das Vertrauen in das Schiedsrichtersystem direkt beschädigten. Der FC Barcelona teilte mit, man habe sämtliche Aufforderungen der Behörden stets erfüllt, und verwies zugleich darauf, dass es sich um ein noch laufendes Verfahren handle.

Schlichtung für den 25. November angesetzt

Im sogenannten Negreira-Fall geht es um Zahlungen des FC Barcelona zwischen 2001 und 2018 in Höhe von insgesamt etwa 8,4 Millionen Euro an Unternehmen von José María Enríquez Negreira. Negreira war damals Vizepräsident des spanischen Schiedsrichterausschusses.

Real-Präsident Florentino Pérez hatte den Fall als den größten Korruptionsskandal der Fußballgeschichte bezeichnet. Nach seiner Darstellung habe Barcelona über einen Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten für die Dienste Negreiras gezahlt. Pérez wirft dem katalanischen Club vor, dadurch bei Schiedsrichterentscheidungen wiederholt begünstigt worden zu sein und so den sportlichen Wettbewerb beeinflusst zu haben. Real seien auf diese Weise mehrere Meistertitel genommen worden.

Barcelona weist die Vorwürfe zurück. Nach den Aussagen von Pérez beantragte der Club eine Schlichtung. Der Termin dafür ist auf den 25. November vor einem Zivilgericht in Madrid festgesetzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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