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Wimbledon-Hammer: Venus und Serena vor Sensations-Comeback

Williams-Schwestern zurück in Wimbledon: Doppel-Comeback fix – folgt jetzt auch Serenas überraschende Einzel-Rückkehr?

16.06.2026, 13:41 Uhr

Serena Williams kann ihr Comeback beim Rasenklassiker in Wimbledon gemeinsam mit ihrer Schwester Venus fortsetzen. Der All England Club teilte mit, dass die beiden US-Amerikanerinnen eine Wildcard für das Doppelturnier erhalten. Das Grand-Slam-Turnier beginnt am 29. Juni.

Den entscheidenden Impuls für die Rückkehr als Schwesternduo gab dabei offenbar Serena Williams’ Tochter Olympia. Nach dem Doppel-Aus in Berlin verriet die 44-Jährige, dass die Achtjährige sich ein gemeinsames Antreten mit Venus gewünscht habe.

„Meine Tochter Olympia meinte, ich soll mit Venus spielen – und sie hat immer recht“, sagte Williams. „Sie ist sehr klug. Sie ist sehr weise – ich glaube, das ist das passendere Wort. Also habe ich gesagt: ,Okay, Olympia, mal sehen, ob wir das hinbekommen‘.“

Wenige Stunden nach der Wimbledon-Nachricht musste Serena Williams in Berlin allerdings den ersten Rückschlag seit ihrer Rückkehr hinnehmen. Die 44-Jährige verlor in der ersten Doppelrunde des Rasenturniers an der Seite der Tschechin Karolína Muchová mit 4:6, 4:6 gegen Giuliana Olmos aus Mexiko und Erin Routliffe aus Neuseeland. Damit verpasste das neu formierte Duo den Einzug ins Viertelfinale.

Viel Jubel in Berlin, aber noch Luft nach oben

Schon beim Aufwärmen war der Zuspruch im gut gefüllten Steffi-Graf-Stadion groß, bei gelungenen Aktionen wurde Williams lautstark gefeiert. Vor den Augen ihrer beiden Töchter zeigte sie wie schon zuletzt im Queen’s Club in London nach vier Jahren Pause, dass sie körperlich bereits wieder erstaunlich konkurrenzfähig ist. Gleichzeitig wurde aber auch sichtbar, dass ihr zur Topform noch einiges fehlt.

Kraftvollen Winnern standen mehrere Aufschlagfehler und einige falsch eingeschätzte Bälle gegenüber. Nach einem misslungenen Return ließ Williams kurz ihren Frust erkennen. Auch die fehlende Abstimmung mit Muchová spielte eine Rolle. Ein Break im zweiten Satz konnten die beiden nicht mehr ausgleichen.

Trotz der Niederlage zog Williams ein positives Fazit.

„Ich habe mich da draußen ziemlich gut gefühlt. Ich kam mir sogar beweglicher, stabiler und schneller vor als beim ersten Spiel in Queen’s.“

Wimbledon-Rückkehr mit Venus sorgt für Hype

Mit der Wildcard für Wimbledon kehren Serena und Venus Williams als Duo auf eine ihrer erfolgreichsten Bühnen zurück. Der Turnier-Account bei X feierte die Nachricht mit den Worten: „Wieder vereint, in Wimbledon.“

Und auch ein Start von Serena Williams im Einzel ist weiter nicht ausgeschlossen. Einer der acht Wildcard-Plätze wurde bislang noch nicht vergeben und nur mit „wird noch bekannt gegeben“ gekennzeichnet. Auf die offene Frage reagierte Williams mit Humor.

„Es ist noch eine übrig? Dann muss ich mich wohl zum Training aufmachen“, scherzte sie. „Das ist doch die Frage der Stunde, oder? Ich weiß es nicht.“

Serena Williams, die viele als beste Tennisspielerin der Geschichte ansehen, hatte ihre Rückkehr auf die Tour erst vor zwei Wochen angekündigt. Venus Williams, die am Mittwoch 46 Jahre alt wird, ist nur noch gelegentlich auf der WTA-Tour im Einsatz.

Als Team gehören die Williams-Schwestern zu den erfolgreichsten Paarungen der Tennis-Geschichte. Gemeinsam gewannen sie drei olympische Goldmedaillen und 14 Grand-Slam-Titel im Doppel. In Wimbledon triumphierten sie sechsmal – erstmals 2000, zuletzt 2016. Ihr bislang letzter gemeinsamer Doppelauftritt bei einem Grand-Slam war bei den US Open 2022.

Begeisterung bei Kolleginnen

Auch bei anderen Spielerinnen sorgt das Comeback der Schwestern für große Aufmerksamkeit. Die deutsche Tennisspielerin Eva Lys zeigte sich nach ihrem Sieg in Berlin begeistert vom Auftritt Serena Williams’ in der Hauptstadt und mit Blick auf Wimbledon.

„Serena ist eine Legende. Ich war immer sehr traurig, dass ich sie nie wirklich live in Aktion erleben konnte. Für mich ist es also eine tolle Gelegenheit, sie hier und da vielleicht mal zu sehen. Ich finde, das ist großartig für den Sport“, sagte die Hamburgerin. „Ich hoffe, sie bleibt noch eine Weile, und ja, ich freue mich riesig.“

Auch Coco Gauff äußerte sich zum Williams-Comeback. Die US-Amerikanerin stellte klar, dass sie keine Doppel-Anfrage von Serena Williams für Berlin abgelehnt habe.

„Ich weiß nicht, warum dieses Gerücht die Runde macht. Ich hab dich lieb, Jess, aber wenn Serena mich fragt, werde ich einfach ,Ja‘ sagen“, sagte Gauff in Richtung ihrer Partnerin Jessica Pegula.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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