Fußball

Kimmich ohne Kanzlernummer: Was wirklich lief

Kimmich packt aus: So lief der WM-Anruf mit Merz wirklich ab – und warum das Kanzleramt-Gespräch mehr war als nur Smalltalk.

16.06.2026, 17:42 Uhr

Kimmich nach Merz-Anruf: Keine direkte Nummer des Kanzlers

Joshua Kimmich hat nach dem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz vor dem WM-Start keine private Kontaktmöglichkeit zum Regierungschef erhalten. Im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft sprach der DFB-Kapitän mit einem Augenzwinkern über den Anruf vor dem Turnierauftakt in den USA.

Kimmich betonte, wichtiger als alles andere sei die Geste gewesen. Es gehe vor allem darum zu spüren, dass von zu Hause Unterstützung komme und viele die Daumen drückten. Deshalb freue sich die Mannschaft natürlich, wenn sich auch der Kanzler kurz Zeit für einen Anruf nehme.

Kein Gespräch mit Tiefgang

Merz hatte sich vor dem klaren 7:1-Erfolg gegen Curaçao bei den deutschen Spielern gemeldet und ihnen viel Erfolg für den Start in die Weltmeisterschaft gewünscht. Über ernste oder ausführliche Themen sei dabei allerdings nicht gesprochen worden, sagte Kimmich.

Nach seinen Worten sei ein solcher Austausch nicht besonders locker. Das Gespräch dauere nur wenige Minuten, während zahlreiche Kameras die Szene festhielten und die Bilder anschließend verbreitet würden.

Vom Kanzleramt und vom DFB wurden später Fotos des Telefonats veröffentlicht. Neben Kimmich waren auch Vize-Kapitän Kai Havertz sowie Jonathan Tah, der dem Mannschaftsrat angehört, dabei. Die drei Spieler saßen während des Handygesprächs auf einer kleinen Mauer im Teamhotel The Graylyn Estate in Winston-Salem.

Kimmich stellte klar, dass es sich nicht um ein vertrauliches Gespräch gehandelt habe, in dem Probleme besprochen worden seien. Vielmehr sei der Austausch kurz und unkompliziert gewesen. Der Bayern-Profi erwähnte dabei auch, dass Merz als Fußballfan Borussia Dortmund die Daumen drückt.

Merz spricht per Videocall mit Spielern der Nationalmannschaft
Der Bundeskanzler wünschte den DFB-Spielern Glück für die WM. (Archivbild) Quelle: Max Galys/DFB/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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