Adidas kämpft bei DFB-Trikots mit fehlendem Buchstaben
Adidas hat derzeit ein ungewöhnliches Problem im Verkauf der Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft: Online lassen sich Originalshirts mit den Namen von Kai Havertz, Alexander Pavlovic und Deniz Undav momentan nicht bestellen, weil für die Beflockung vorübergehend der Buchstabe V fehlt. Das Unternehmen bestätigte entsprechende Informationen.
Ein Sprecher von Adidas erklärte, die große Nachfrage nach den Trikots dieser Spieler habe kurzfristig zu einem Engpass geführt. Gemeinsam mit dem Partner 11teamsports sei das Problem aber rasch gelöst worden. Schon bald sollen die Beflockungen mit dem fehlenden Buchstaben wieder online verfügbar sein.
Eine Milliarde Euro Umsatz rund um die WM
Für Sportartikelhersteller ist der Verkauf von Trikots bei großen Fußballturnieren ein bedeutendes Geschäft. Adidas stattet 14 der 48 WM-Teilnehmer aus und beziffert den direkt mit dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada verbundenen Umsatz auf rund eine Milliarde Euro. Welcher Anteil davon allein auf Trikots entfällt, teilte der Konzern nicht mit.
Besonders gefragt ist bei der deutschen Mannschaft bislang überraschend oft das blaue Auswärtstrikot. Nach der Bekanntgabe des DFB-Kaders und mit dem Start des Turniers sei die Nachfrage insgesamt deutlich gestiegen. Laut Adidas bewegen sich die Preise international auf vergleichbarem Niveau. In Deutschland werden die Trikots aktuell in zwei Varianten für 100 und 150 Euro angeboten.
Auswärtsshirt besonders gefragt
Nach Angaben des Unternehmens verkauft sich das Auswärtstrikot deutlich besser als vergleichbare Modelle zur EURO 2024. Das Heimtrikot habe allerdings ebenfalls kräftig zugelegt und hole schnell auf. Genaue Verkaufszahlen nannte Adidas nicht.
Auffällig ist zudem, dass auf dem Auswärtstrikot erstmals seit 36 Jahren bei einer Weltmeisterschaft wieder das klassische Adidas-Dreiblatt zu sehen ist. Zum Vergleich: Das pinke Auswärtstrikot von 2024 galt bislang als das erfolgreichste Auswärtsjersey der deutschen Nationalmannschaft.
Adidas erklärte außerdem, die Auswärtstrikots seien von der jeweiligen Landeskultur inspiriert und würden klassische WM-Designs modern interpretieren. Dieses Konzept komme bei Fans und Spielern gut an. So seien bei den Auswärtstrikots von Curacao, Belgien und Japan in einzelnen Größen bereits Lieferengpässe aufgetreten. Auch Retro-Kollektionen mit Trikots vergangener Turniere, vor allem zur WM 1994, verkaufen sich laut Adidas stark.
Auch Puma zufrieden mit dem Geschäft
Beim Konkurrenten Puma, der elf WM-Nationen ausrüstet, läuft der Trikotverkauf ebenfalls positiv. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben jedoch weniger auf kurzfristige Verkaufseffekte, sondern stärker auf die mittel- und langfristige Wirkung des Turniers.
Besonders gefragt sind derzeit laut Puma die Trikots von Portugal. Darüber hinaus verkaufen sich auch die Jerseys von Neuseeland sowie von mehreren afrikanischen Teams gut, darunter Elfenbeinküste, Marokko und Senegal.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion