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Unglaublich: Antonelli siegt auch in Belgien

Schon wieder Antonelli! In Spa feiert das Mercedes-Wunder den sechsten Sieg – und sein Teamkollege fliegt sofort raus.

19.07.2026, 16:30 Uhr

Antonelli baut WM-Führung in Spa aus und widmet den Sieg seinem Vater

Kimi Antonelli hat beim Großen Preis von Belgien seine starke Saison mit dem sechsten Erfolg weiter veredelt und seinen Vorsprung in der Formel-1-Wertung ausgebaut. Der 19 Jahre alte Mercedes-Pilot überzeugte in Spa-Francorchamps mit einer fehlerfreien Vorstellung und profitierte zugleich vom frühen Aus seines Teamkollegen George Russell.

Kurz nach seinem nächsten starken Auftritt dachte Antonelli zunächst an seine Familie. Auf seine Sieger-Champagnerflasche schrieb der WM-Spitzenreiter: „Happy Birthday Dad“. Vater Marco Antonelli hatte bereits am Samstag im Fahrerlager seinen 62. Geburtstag gefeiert. „Es ist großartig, wieder oben zu stehen nach ein paar schwierigen Rennen“, sagte der Italiener nach seinem Erfolg.

Hinter Antonelli belegten Charles Leclerc im Ferrari und Max Verstappen im Red Bull die weiteren Podestplätze. „Hier auf dem Podium zu sein ist top, ich habe alles gegeben“, sagte Verstappen. In der Gesamtwertung liegt Antonelli nun 45 Punkte vor Ferrari-Pilot Lewis Hamilton. Russell fiel auf Rang drei zurück und folgt nur knapp dahinter.

Russell scheidet schon in Kurve sechs aus

Beim Start musste Antonelli seine Führung zunächst an Verstappen abgeben, holte sich Platz eins aber wenig später mit einem klugen Manöver zurück. Für Russell war das Rennen dagegen schon nach wenigen Kurven beendet. Der Brite attackierte energisch, berührte dabei Hamiltons Ferrari und drehte sich. Sein Mercedes rutschte ins Kiesbett, womit das Rennen für ihn bereits in Kurve sechs vorbei war.

Über Funk machte Russell seinem Ärger Luft. „Ich hatte wieder keine Leistung. Das ist inakzeptabel, Leute. Das ganze Wochenende!“, funkte er an sein Team und verwies später auf Probleme mit der Batterie beziehungsweise der Leistung auf der Geraden vor Kurve sechs. Hamilton bekam für den Zwischenfall eine Fünf-Sekunden-Strafe. Während der anschließenden Safety-Car-Phase setzte kurz Regen ein, der aber ohne größere Folgen blieb.

Spannende Duelle hinter dem Spitzenreiter

Auch nach dem fliegenden Restart behauptete Antonelli seine Führung souverän. Dahinter entwickelte sich ein intensiver Kampf um die Podestplätze. Leclerc ging zunächst an Verstappen vorbei und lag auf Rang zwei, kurz darauf wechselten die Positionen erneut. Auch zwischen Leclerc und Hamilton gab es in den Ardennen packende Zweikämpfe.

Auf der mit 7,004 Kilometern längsten Strecke im Formel-1-Kalender war reichlich Überhol-Action geboten. Wegen der neuen Regeln rund um das Energiemanagement können die Fahrer nicht mehr durchgehend am Limit fahren. Wer seine Energie am besten einteilt, verschafft sich entscheidende Vorteile. Gerade Verstappen hatte diese Vorgaben zuletzt mehrfach kritisiert.

Antonelli zeigte an der Spitze erneut, dass er mit dem aktuellen Reglement besonders gut zurechtkommt. Zuvor hatte er bereits fünf Rennen in Serie gewonnen, war zuletzt wegen technischer Schwierigkeiten aber etwas eingebremst worden. Schon in Silverstone hatte ihn ein Defekt ein besseres Ergebnis gekostet.

Leclerc führt nach den Stopps zwischenzeitlich

Verstappen, der in Silverstone nach einem Ausrutscher ins Kiesbett ausgeschieden war, präsentierte sich in Belgien wieder deutlich stärker. Schon im Qualifying hatte er sich mit Hilfe eines Windschatten-Manövers den zweiten Startplatz gesichert und hielt sich auch im Rennen zunächst weit vorne. Auf dem Kurs in Spa hatte der Niederländer bereits drei Siege gefeiert.

In Runde 18 von 44 kam Verstappen als erster Fahrer aus der Spitzengruppe zum Reifenwechsel, Antonelli reagierte direkt. Silverstone-Sieger Leclerc übernahm dadurch vorübergehend die Führung und profitierte zusätzlich von einer virtuellen Safety-Car-Phase. Nach seinem eigenen Stopp kam der Monegasse knapp vor Antonelli wieder auf die Strecke. Der Mercedes-Fahrer setzte sofort zur Aufholjagd an und verringerte den Abstand Schritt für Schritt.

Zehn Runden vor Schluss war Antonelli schließlich dicht genug dran, um Leclerc zu überholen. Ganz abschütteln konnte er den Ferrari danach aber nicht, Leclerc blieb bis ins Ziel in Schlagdistanz. Nico Hülkenberg verpasste im Audi als 13. die Punkteränge deutlich, während sein brasilianischer Teamkollege Gabriel Bortoleto als Achter Zähler sammelte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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