Deutsche Golfprofis peilen in München den Titel an
Bei der BMW International Open in München wollen die deutschen Teilnehmer nicht nur ordentlich mithalten, sondern ganz vorne landen. Matti Schmid aus Regensburg machte vor dem Turnierbeginn deutlich, dass für ihn allein der Sieg zählt. Ein Platz unter den ersten Zehn sei nicht sein Ziel. Der 28-Jährige hatte erst vor wenigen Wochen mit Rang vier bei der PGA Championship auf sich aufmerksam gemacht.
Kaymer formuliert sein Ziel klar
Der bislang einzige deutsche Gewinner des Turniers in Eichenried ist Martin Kaymer, der 2008 triumphierte. Auf die Frage, wann er von einer gelungenen Woche sprechen würde, antwortete der 41-Jährige knapp: wenn er das Turnier gewinnt.
Kaymer hält bis heute einen besonderen Rekord bei dem Event der DP World Tour: Mit 23 Jahren und 177 Tagen war er der jüngste Sieger der Turniergeschichte. Zwar seien auch kleine Fortschritte wichtig, sagte er, seine eigenen Ansprüche blieben aber stets sehr hoch.
In diesem Jahr gehört Kaymer zu sechs früheren Turniersiegern im Feld. Nach seinem Erfolg sei die Erwartung automatisch geblieben, sagte er. Wer einmal gewonnen habe, traue sich auch einen zweiten Titel zu. Seine Vorbereitung sei allerdings wechselhaft verlaufen. Unmittelbar vor dem Turnier ließ er sich zudem noch von dem früheren Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt behandeln.
Schmid sieht Kaymer und Langer als Vorbilder
Schmid war im vergangenen Jahr als bester Deutscher auf dem siebten Platz gelandet, als der Engländer Daniel Brown gewann. Wenn er im Clubhaus die Bilder von Kaymer und Golf-Ikone Bernhard Langer sehe, wolle er dort irgendwann ebenfalls seinen Platz finden, erklärte Schmid.

Erstmals wird bei dem Turnier ein Gesamtpreisgeld von drei Millionen US-Dollar ausgeschüttet, umgerechnet rund 2,63 Millionen Euro. Auf den Sieger warten davon 510.000 US-Dollar, etwa 448.000 Euro.
Neben Kaymer und Schmid schlagen weitere deutsche Profis in München ab. Nicht dabei ist hingegen Stephan Jäger. Er zog seine bereits gegebene Zusage zurück. Nach Angaben des Veranstalters begründete er diesen Schritt damit, dass seine Resultate auf der PGA Tour zuletzt nicht seinen Vorstellungen entsprochen hätten. Deshalb habe er sich schweren Herzens gegen eine Reise nach München entschieden, um sich weiter auf den Erhalt seiner Spielberechtigung auf der PGA Tour zu konzentrieren.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber