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Historisch in Peking: Djokovic krönt sich zum 102. Mal

Unfassbare Peking-Serie: Djokovic gewinnt auch Match 34 – und wieder hilft ihm im Titelkampf ein kurioses Ende.

06.10.2026, 15:03 Uhr

Djokovic triumphiert erneut in Peking und schreibt weiter Tennis-Geschichte

Novak Djokovic hat seine beeindruckende Erfolgsserie bei den China Open fortgesetzt und sich im Finale den nächsten bedeutenden Titel seiner Karriere gesichert. Der 39-jährige Serbe setzte sich gegen Alex de Minaur durch, nachdem der Australier beim Stand von 7:6 (7:3) für Djokovic und 1:0 im zweiten Satz verletzungsbedingt nicht mehr weiterspielen konnte.

Für Djokovic war der Erfolg weit mehr als nur ein weiterer Pokal. Nach dem Match betonte er, dass ihm dieser Titel besonders viel bedeute. In Peking blieb er damit auch in seinem 34. Match ungeschlagen. Es war bereits sein siebter Triumph bei diesem Turnier und zugleich der 102. Titel seiner Laufbahn auf der Profitour.

Zudem erreichte der 24-malige Grand-Slam-Sieger einen bemerkenswerten historischen Meilenstein: Als erster männliche Profi seit Ken Rosewall 1977 in Hongkong gewann Djokovic nach seinem 39. Geburtstag noch ein Turnier auf Tour-Ebene.

Schon im ersten Satz präsentierte sich Djokovic in starker Verfassung, ähnlich wie zuvor bei seinen Erfolgen gegen Alexander Zverev und Daniil Medwedew. De Minaur erschien zum zweiten Durchgang mit einer Bandage am linken Bein zurück auf dem Platz. Nachdem er sein erstes Aufschlagspiel nur mit großer Mühe zum 1:0 gewonnen hatte, musste er die Partie schließlich aufgeben.

Auch das Halbfinale endete nicht regulär

Bereits im Halbfinale war Djokovic ohne regulären Abschluss weitergekommen. Sein Gegner Daniil Medwedew war disqualifiziert worden, nachdem der Russe gegen Ende des zweiten Satzes aus Frust einen Ball in die Zuschauerränge geschlagen und dabei einen Zuschauer im Gesicht getroffen hatte. Der Mann wurde mit sichtbaren Schmerzen aus dem Stadion begleitet. Beim Stand von 7:5, 5:3 und 15:15 wurde Djokovic daraufhin zum Sieger erklärt.

China Open Tennis
Körperlich hat Djokovic weiter Probleme. Quelle: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Weiterhin Sorgen um seine körperliche Verfassung

Trotz seines Turniersiegs war auch in Peking zu sehen, dass Djokovic körperlich nicht beschwerdefrei ist. Zwar zeigte er immer wieder sein gewohnt hohes Niveau, doch in längeren Ballwechseln wirkte er phasenweise angeschlagen. Mehrfach rang er nach Luft, stützte sich auf seinen Schläger oder ging in die Knie. Selbst bei den Seitenwechseln wirkte er mitunter stark gezeichnet.

Während des Turniers hatte Djokovic erklärt, dass ihn in diesem Jahr gesundheitliche Probleme stark belasteten. Näher wollte er diese Beschwerden jedoch nicht erläutern. Er sagte lediglich, dass es um seine Gesundheit gehe und er gemeinsam mit seinem Team versuche, die Ursache genauer herauszufinden. Mal funktioniere es besser, mal schlechter. Viele Matches und Turniere seien in dieser Saison für ihn körperlich eine große Herausforderung gewesen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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