Fußball

WM-Nacht überrascht: Ivorer jubeln, DFB-Team wird gefeiert

Last-Minute-Drama bei Deutschlands nächstem Gegner, Oranje verspielt den Sieg spät – und die Welt staunt über das DFB-Team.

15.06.2026, 05:00 Uhr

Elfenbeinküste schlägt Ecuador in letzter Minute

Die Elfenbeinküste hat im Duell zweier deutscher Gruppengegner einen späten 1:0-Erfolg gegen Ecuador gefeiert. Matchwinner war Joker Amad Diallo, der in der 90. Minute mit einem Direktschuss ins Eck traf und eine rasante Partie entschied, in der gleich mehrfach Pfosten und Latte weitere Tore verhinderten.

Vor 68.274 Zuschauern in Philadelphia hatten die Ivorer zunächst mehrfach Glück. Der in Hamburg geborene John Yeboah setzte den Ball in der 16. Minute an die Latte, wenig später traf auch Alan Minda nur das Aluminium (23.). Kurz nach der Pause scheiterte zudem Ecuadors Routinier Enner Valencia mit einem Schuss an den Außenpfosten.

Aber auch die Westafrikaner kamen zu ihren Chancen. Elye Wahi traf in der 52. Minute ebenfalls nur die Latte. Kurz vor Schluss sorgte dann Diallo mit seinem präzisen Abschluss für den umjubelten Sieg. Am kommenden Samstag trifft die Elfenbeinküste in Toronto auf die deutsche Nationalmannschaft.

Niederlande kommen zum Auftakt nicht über ein Remis hinaus

Die Niederlande sind mit einem Unentschieden in die WM gestartet. Gegen Japan reichte es für das Team von Ronald Koeman trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2.

Kapitän Virgil van Dijk brachte Oranje in der 50. Minute in Front, Keito Nakamura glich sieben Minuten später aus. Crysencio Summerville erzielte in der 64. Minute das 2:1, doch der frühere Frankfurter Daichi Kamada rettete Japan in der 89. Minute noch einen Punkt.

Van Dijk zeigte sich danach kämpferisch und kündigte an, den ersten Sieg im nächsten Spiel nachholen zu wollen. In Gruppe F geht es für die Niederlande am Samstag gegen Schweden weiter, Japan trifft auf Tunesien.

Internationales Lob für Deutschlands 7:1 zum Auftakt

Der klare 7:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao hat international viel Anerkennung ausgelöst. Vor allem die Konsequenz des Auftritts von Julian Nagelsmanns Mannschaft wurde im Ausland hervorgehoben.

Die englische Daily Mail schrieb, die WM-Außenseiter seien von Kai Havertz und Co. regelrecht vernichtend geschlagen worden, während Deutschland mit einer brutalen Vorstellung ein deutliches Zeichen gesetzt habe. Auch der italienische Corriere dello Sport lobte den starken Turnierstart und bezeichnete die DFB-Auswahl als einen der Favoriten auf den WM-Titel.

Schweden startet mit 5:1 gegen Tunesien

Schweden ist mit einem deutlichen Sieg in die WM gegangen. Die Skandinavier setzten sich mit 5:1 gegen Tunesien durch und konnten sich dabei besonders auf ihre prominenten Angreifer verlassen.

Yasin Ayari brachte Schweden bereits in der 7. Minute in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Omar Rekik (43.) sorgten Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (59.), Mattias Svanberg (84.) und erneut Ayari in der Nachspielzeit (90.+6) für klare Verhältnisse. In der Gruppe F treffen die Schweden nun auf die Niederlande.

Spanien beginnt ohne Lamine Yamal in der Startelf

Europameister Spanien wird beim WM-Auftakt gegen Kap Verde zunächst ohne Lamine Yamal antreten. Nationaltrainer Luis de la Fuente erklärte vor der Partie in Atlanta, der 18-Jährige sei fit und verfügbar, aber noch keine Option für die Anfangsformation.

Yamal vom FC Barcelona hatte sich im April am Oberschenkel verletzt und war erst vor rund einer Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Auch Nico Williams, der ebenfalls zuletzt angeschlagen war, soll zunächst nicht beginnen. Ob beide im Laufe des Spiels eingesetzt werden, will der Trainer vom Spielverlauf abhängig machen.

Uruguay wegen Flugpanne verspätet in Miami Gardens

Uruguays Nationalteam ist mit Verspätung am Spielort seines ersten WM-Auftritts angekommen. Nach Angaben der FIFA gab es beim Abflug aus Cancún wegen eines Fehlers bei der Abfertigung Probleme.

Die Fluggesellschaft habe sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt, teilte der Weltverband mit. Die Mannschaft von Trainer Marcelo Bielsa startet am Dienstag gegen Saudi-Arabien ins Turnier. Bereits bei der WM 2010 hatte es vor Uruguays erstem Gruppenspiel ähnliche Reiseprobleme gegeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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