Die Türkei hat auch ihr zweites Spiel bei der Fußball-WM verloren und ist damit schon nach der Vorrunde ausgeschieden. Das Team um Real-Madrid-Profi Arda Güler unterlag Paraguay in Santa Clara mit 0:1 (0:1) – obwohl der Gegner über weite Strecken in Unterzahl spielte.
Das entscheidende Tor fiel früh: Matías Galarza traf bereits in der 2. Minute für Paraguay. Noch vor der Pause kam es dann zu einer bemerkenswerten Szene: Schiedsrichter Ivan Barton stellte Miguel Almirón in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit vom Platz, nachdem dieser sich im Streit mit Mert Müldür die Hand vor den Mund gehalten hatte. Damit setzte der Unparteiische aus El Salvador erstmals eine bei dieser WM neue Regel um.
Paraguay steht nun bei drei Punkten und hat den Einzug in die K.-o.-Runde im abschließenden Gruppenspiel gegen Australien in der eigenen Hand. Die USA haben sich in Gruppe D bereits für die Zwischenrunde qualifiziert.
Weitere wichtige Themen der Nacht
Brasilien feiert Cunha, überzeugt aber nur phasenweise
Brasilien hat beim 3:0 gegen Haiti den ersten Sieg des Turniers eingefahren, spielerisch jedoch nicht durchgängig geglänzt. Nach dem Remis zum Auftakt gegen Marokko war der Erfolg für die Seleção trotzdem enorm wichtig.
Im Mittelpunkt stand Matheus Cunha, der mit Treffern in der 23. und 36. Minute doppelt erfolgreich war. Der frühere Bundesliga-Profi sorgte zudem mit einem Jubel im Surfer-Stil für Aufsehen. Vinícius Júnior erhöhte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+3) auf 3:0 und legte beim Torjubel eine Tanzeinlage hin.
Ein Wermutstropfen bleibt: Raphinha musste noch vor der Pause angeschlagen ausgewechselt werden. Brasilien ist damit klar auf K.-o.-Runden-Kurs, für Haiti, das erstmals seit 1974 wieder bei einer WM dabei ist, ist das Turnier nach der Gruppenphase beendet.
Saibari weicht Bayern-Frage weiter aus
Ismael Saibari hat Marokko mit seinem nächsten Tor weiter ins Rampenlicht gebracht. Nach seinem 1:0-Siegtreffer gegen Schottland wollte der 25-Jährige zu einem möglichen Wechsel zum FC Bayern München aber erneut nichts sagen. Mehr als ein knappes „Danke“ ließ sich dem Angreifer nicht entlocken.
Der deutsche Rekordmeister beobachtet den Offensivspieler der PSV Eindhoven schon länger. Inzwischen deutet vieles darauf hin, dass ein Transfer tatsächlich näher rückt: Berichten zufolge hat Saibari seinen Medizincheck bereits während des Turniers absolviert und bestanden.
Nagelsmann gibt Sané Rückendeckung
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Leroy Sané eine Startelf-Garantie für das zweite WM-Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste gegeben. Zugleich kritisierte er deutlich die anhaltende öffentliche Diskussion um den Offensivspieler – selbst nach dem klaren 7:1 zum Auftakt gegen Curaçao.
Nagelsmann stellte vor der Partie in Toronto klar, dass er keinen Grund sehe, Sané draußen zu lassen. Von Meinungen von außen wolle er sich bei seinen Entscheidungen nicht beeinflussen lassen.
Zwayer meistert WM-Debüt trotz Schreckmoment
Schiedsrichter Felix Zwayer hat bei seinem ersten Einsatz bei dieser WM insgesamt einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. In der Nachspielzeit der Partie zwischen Gastgeber USA und Australien musste der 45-Jährige allerdings wegen Problemen an der Wade behandelt werden.
Die vierte Offizielle Katia Garcia versorgte ihn mit Magnesium in flüssiger Form, danach konnte Zwayer die Partie beenden. Nach Einschätzung von Experte Patrick Ittrich blieb der einzige deutsche Referee des Turniers auch in der hektischeren Schlussphase ohne erkennbare Fehler.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion