Fußball

Vogel über Fan-Wut: «Ich verstehe alles»

Abstiegsdrama in Fürth: Fans toben gegen die Bosse – jetzt spricht Coach Heiko Vogel vor dem alles entscheidenden Finale.

15.05.2026, 12:52 Uhr

Fürth vor dem Showdown im Abstiegskampf: Vogel zeigt Verständnis für Fan-Frust

Vor dem womöglich entscheidenden Spiel im Kampf gegen den Abstieg kann Heiko Vogel die Verärgerung der Anhänger von Greuther Fürth nachvollziehen. Der Trainer betonte vor dem Zweitliga-Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag (15.30 Uhr/Sky), dass sich der Verein in einer äußerst schwierigen Lage befinde. Entsprechend seien wütende und enttäuschte Reaktionen der Fans nur verständlich.

Nach der jüngsten 1:2-Niederlage in Berlin, obwohl Fürth lange in Überzahl spielte, hatten die mitgereisten Anhänger ihrem Ärger vor der Fankurve deutlich Luft gemacht. In den Tagen danach wurde zudem eine Online-Petition gegen die Vereinsführung gestartet, die von Teilen der Fans für die sportliche Talfahrt verantwortlich gemacht wird. Vogel erklärte, er versuche, diese Debatte auszublenden. Gleichzeitig sei ihm klar, dass solche Themen auch bei der Mannschaft ankommen.

Abstieg nach fast 30 Jahren droht

Seit der Saison 1997/98 hat Fürth ununterbrochen in der 1. oder 2. Bundesliga gespielt. Nun steht erstmals seit fast drei Jahrzehnten der Absturz in die 3. Liga im Raum. Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag ist klar: Holt Fürth gegen Düsseldorf nur einen Punkt oder verliert, ist der Abstieg besiegelt.

Aber selbst ein Sieg könnte unter Umständen nicht genügen. Gewinnt Fürth mit weniger als drei Toren Vorsprung, müsste die Konkurrenz mitspielen: Arminia Bielefeld dürfte nicht gegen Hertha BSC gewinnen, zudem müsste Eintracht Braunschweig deutlich auf Schalke verlieren. Schafft Fürth hingegen einen Erfolg mit mehr als drei Treffern Differenz, wäre zumindest der Relegationsplatz sicher. Je nach Ergebnissen der anderen Partien wäre sogar der direkte Klassenerhalt noch möglich.

Vogel warnt vor überhastetem Offensivdrang

Klar ist: Fürth braucht einen Sieg. Trotzdem will Vogel seine Mannschaft nicht zu einem unkontrollierten Sturmlauf schicken. Der Matchplan sei trotz der eindeutigen Situation taktisch anspruchsvoll. Eine kopflose Offensive von Beginn an komme für ihn nicht infrage, weil das die Chancen auf das notwendige Resultat früh zunichtemachen könnte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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