Patrick Ittrich sieht den Umgang mit besonders regelkundigen Profis als anspruchsvoll an. Vor seinem letzten Bundesliga-Einsatz beim Spiel von Union Berlin gegen den FC Augsburg nannte der scheidende Referee im Gespräch mit ntv.de Joshua Kimmich als Beispiel.
Der Nationalspieler vom FC Bayern kenne die Regeln sehr genau und erkenne Situationen sofort, sagte Ittrich. Für Schiedsrichter bedeute das, selbst fachlich absolut sicher zu sein und einem Spieler schnell zu vermitteln: Seine Sichtweise werde wahrgenommen, die Entscheidung treffe aber am Ende der Unparteiische. Das sei mitunter durchaus schwierig.
Müller und Hummels ebenfalls sehr versiert
Ähnlich habe er es auch bei Thomas Müller und Mats Hummels erlebt, erklärte der 47-Jährige. Beide verfügten über ein starkes Spielverständnis und seien auch in Regelfragen sehr aufmerksam. Dabei seien sie nie ausfallend oder respektlos geworden. Weitere Beispiele für solche Spieler seien etwa Maximilian Eggestein und Vincenzo Grifo vom SC Freiburg.
Für einen Schiedsrichter sei es selbstverständlich fordernd, wenn Spieler anmerken, dass eine Regelauslegung womöglich nicht korrekt sei, sagte Ittrich. Gerade in hektischen Partien könnten Fehler immer passieren. Manchmal gehe es aber auch darum, Grenzen auszuloten. Dann brauche ein Referee eine klare Strategie, um mit den betreffenden Spielern richtig umzugehen.
Vor dem Abschied viel Anerkennung
Die besondere Wertschätzung rund um seine letzten Einsätze genieße er sehr. Normalerweise sei fast immer irgendjemand verärgert, weil er eine Entscheidung gegen dessen Sicht getroffen habe. Im Moment sei die Stimmung jedoch anders, was er als sehr schön empfinde.

Neben Ittrich beenden auch Deniz Aytekin, Tobias Welz und Frank Willenborg ihre Karrieren als Schiedsrichter.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion