Fußball

Paukenschlag: Greuther Fürth heißt 2027 wieder SpVgg Fürth

Nach 30 Jahren ist Schluss: Fürth streicht einen umstrittenen Namen – warum die Fans jetzt plötzlich jubeln.

08.11.2026, 16:46 Uhr

SpVgg Fürth kehrt zu traditionsreichem Namen zurück

Die SpVgg Greuther Fürth wird ab der kommenden Saison wieder unter dem Namen SpVgg Fürth antreten. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten die Anhänger des Zweitligisten mit deutlicher Mehrheit dafür, den Zusatz „Greuther“ aus dem Vereinsnamen zu streichen. Für die dafür notwendige Satzungsänderung war unter den mehr als 2100 anwesenden Mitgliedern eine Dreiviertelmehrheit erforderlich. Mit 88,3 Prozent wurde diese Hürde klar genommen.

Der bisherige Vereinsname geht auf das Jahr 1996 zurück. Damals hatte die Fusion mit der Fußballabteilung des Amateurclubs TSV Vestenbergsgreuth dem wirtschaftlich angeschlagenen Fürther Verein das Überleben gesichert. In der Fanszene war jedoch seit Jahren der Wunsch groß, an die ursprüngliche Identität des Clubs anzuknüpfen. Die SpVgg Fürth zählt zu den traditionsreichsten Vereinen im deutschen Fußball und gewann die Meisterschaft in den Jahren 1914, 1926 und 1929.

Präsident Volker Heißmann sprach nach der Abstimmung von einem klaren Votum der Mitglieder. Zugleich würdigte er die Initiative, die sich über lange Zeit mit Nachdruck und sachlicher Argumentation für die Rückbenennung eingesetzt habe. Nun werde das Präsidium die nächsten Schritte einleiten, damit die Umstellung zum Saisonwechsel umfassend umgesetzt werden könne.

Sportlich ein Wochenende zum Vergessen

Auf dem Platz lief es für das „Kleeblatt“ dagegen überhaupt nicht nach Wunsch. Bereits am Freitagabend verlor Fürth bei Dynamo Dresden deutlich mit 0:3. Trainer Heiko Vogel sprach von einem Spiel, in dem praktisch alles gegen seine Mannschaft gelaufen sei. Besonders in der ersten Halbzeit habe sein Team die Begegnung zwar weitgehend kontrolliert, vor dem Tor aber die letzte Entschlossenheit vermissen lassen und zu umständlich agiert.

Hinzu kam eine gehörige Portion Pech. Innenverteidiger Hendry Blank fälschte die ersten beiden Treffer von Robert Wagner in der 31. Minute und Ben Bobzien in der 41. Minute unglücklich ab. Später musste Blank zudem mit Gelb-Rot vom Platz. Vincent Vermeij erzielte in der 55. Minute den dritten Dresdner Treffer und sorgte damit für den Endstand.

Auch bei den Spielern war die Enttäuschung groß. Luca Itter sprach von einem verrückten Spielverlauf, in dem selbst geblockte Bälle unglücklich den Weg ins eigene Tor gefunden hätten. Die klare Niederlage sei deshalb ein besonders bitterer Rückschlag gewesen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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