Balogun darf im Achtelfinale für die USA spielen
Die USA können im WM-Achtelfinale gegen Belgien doch auf Folarin Balogun zurückgreifen. Obwohl der Stürmer nach seiner Roten Karte im vorherigen K.-o.-Spiel eigentlich gesperrt gewesen wäre, ist er für die Partie am Dienstag (2.00 Uhr, ARD und MagentaTV) einsatzberechtigt. Das bestätigte die FIFA am Sonntag.
FIFA setzt Sperre zur Bewährung aus
Grundlage der Entscheidung ist laut Weltverband Artikel 27 des Disziplinarreglements. Demnach wird Baloguns einjährige Sperre auf Bewährung ausgesetzt. Erst wenn er in diesem Zeitraum erneut ein vergleichbares Vergehen begeht, würde die Strafe wirksam werden.
Für die USA ist das besonders wichtig, weil Balogun damit ausgerechnet im Duell mit Belgien zur Verfügung steht. Sollte er im weiteren Turnierverlauf kein ähnliches Vergehen begehen, träte eine mögliche Sanktion erst zu einem deutlich weniger bedeutsamen Zeitpunkt in Kraft.
Trump begrüßt die Entscheidung
Auch US-Präsident Donald Trump reagierte positiv auf die Aufhebung der Sperre. Auf Truth Social bedankte er sich bei der FIFA dafür, "das Richtige getan" und "eine große Ungerechtigkeit korrigiert" zu haben. Unterzeichnet war der Beitrag mit: "President DONALD J. TRUMP."
Trump war bislang bei keinem WM-Spiel im Stadion, soll aber spätestens beim Finale am 19. Juli in East Rutherford nahe New York erwartet werden.
Pochettino zweifelte an der Roten Karte
Balogun war beim 2:0 gegen Bosnien-Herzegowina nach einem harten Zweikampf mit Tarik Muharemovic des Feldes verwiesen worden. Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien hatte sich die Szene noch einmal angesehen und anschließend Rot gezeigt.
US-Nationaltrainer Mauricio Pochettino hatte die Entscheidung klar kritisiert. Aus seiner Sicht sei die Aktion keinesfalls absichtlich gewesen und deshalb keine Rote Karte.
Wichtiger Spieler für das US-Team
Dass eine Sperre nach einem Platzverweis während dieses Turniers aufgehoben wird, ist bislang einmalig. Für die Amerikaner ist das ein bedeutender Vorteil, denn Balogun zählt neben Christian Pulisic zu den wichtigsten Offensivkräften.
Pochettino kann damit in Seattle wohl seine stärkste Mannschaft aufbieten. Auch bei Belgien werden derzeit keine personellen Ausfälle erwartet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber