Nürnberg will vor der Pause auf einen Aufstiegsplatz
Miroslav Klose hat ein klares Ziel für die anstehende Länderspielpause: Der Trainer des 1. FC Nürnberg möchte gemeinsam mit den Fans auf die Tabelle der 2. Bundesliga schauen und den Club auf einem der beiden direkten Aufstiegsränge sehen. Mit einem Heimsieg gegen den SV Darmstadt 98 am Samstag um 13.00 Uhr könnte dieser Wunsch Realität werden.
Dabei setzt Klose nicht nur auf seine Mannschaft, sondern auch auf die Unterstützung von den Rängen. Im Max-Morlock-Stadion sollen die Zuschauer erneut für eine besondere Atmosphäre sorgen. Der FCN-Coach hob hervor, dass die Stimmung zuletzt ein wichtiger Faktor gewesen sei und das Team diesen Heimvorteil nutzen wolle.
Darmstadt auswärts bislang harmlos
Ein Blick auf die Auswärtsstatistik spricht zunächst für Nürnberg. Darmstadt hat alle vier bisherigen Gastspiele verloren und dabei lediglich ein Tor erzielt, aber 13 Gegentreffer kassiert. Damit stellen die Hessen aktuell das schwächste Auswärtsteam der Liga.
Trotzdem warnt Klose davor, den Gegner zu unterschätzen. In der Vergangenheit habe sich Nürnberg gegen die Lilien oft schwergetan. Zwar habe es ordentliche Auftritte gegeben, doch viele Duelle seien am Ende verloren gegangen, teilweise auch unglücklich.
Darmstadt liegt dem Club nicht besonders
Die Bilanz im Max-Morlock-Stadion fällt aus Nürnberger Sicht ernüchternd aus: Vier der vergangenen sechs Heimspiele gegen Darmstadt gingen an die Gäste. Insgesamt punkteten die Hessen in zehn der letzten zwölf Begegnungen am Valznerweiher.

Klose sieht deshalb trotz des jüngsten Erfolgs beim FC St. Pauli weiter Verbesserungsbedarf. Vor allem gegen den Ball und im Defensivverhalten müsse seine Mannschaft zulegen. Der Plan sei, den Gegner konstant unter Druck zu setzen und zugleich in der Offensive mutig und spielfreudig aufzutreten.
Vertrauen in das Team und den neuen Sportvorstand
Der Nürnberger Trainer betonte, dass er den Spielern, die von Beginn an auflaufen, voll vertraue. Rückendeckung kommt auch vom neuen Sportvorstand Dieter Frey, der in dieser Woche als Nachfolger von Joti Chatzialexiou bestimmt wurde. Chatzialexiou wechselt zu Eintracht Frankfurt.
Frey sieht viel Potenzial in der Mannschaft. Die Qualität des Kaders zeige sich nicht zuletzt am zweiten Tabellenplatz. Zudem habe das Team nicht nur Ergebnisse geliefert, sondern auch Leistungen, mit denen die Zuschauer zufrieden nach Hause gegangen seien.
Der bisherige Nachwuchschef beim FCN sagte außerdem, er nehme in der Mannschaft großen Ehrgeiz wahr. Das Team wolle nicht nachlassen und sich stetig weiterentwickeln. Für Prognosen sei es ihm aber noch zu früh.
Klar sei für ihn nur eines: Gegen Darmstadt sollen drei Punkte her. Dann könnten sowohl Frey als auch Klose die Tabelle in den kommenden zwei Wochen mit besonderer Freude betrachten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber