DFB-Team in Winston-Salem mit großem Jubel empfangen
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr Quartier in Winston-Salem bezogen und dabei einen besonders herzlichen Empfang erlebt. Mit schwarz-rot-goldenen Cheerleader-Pompons, Jubel und Plakaten wie „Viel Erfolg“ sowie „Auf geht’s Deutschland“ wurde das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Hotel „The Graylyn Estate“ begrüßt. Die Spieler liefen durch ein Spalier des Hotel-Personals, Rekordnationaltorwart Manuel Neuer hielt die Szene gut gelaunt mit dem Handy fest.
Schon am Eingang des weitläufigen Hotelgeländes warteten zahlreiche Fans, als der schwarze Mannschaftsbus mit DFB-Kapitän Joshua Kimmich und seinen Teamkollegen vorfuhr. Zuvor war die DFB-Auswahl nach einem rund zweistündigen Flug aus Chicago zur Mittagszeit am Smith Reynolds Airport gelandet. Dort wurde die Maschine auf dem Rollfeld mit Wasserfontänen der Flughafenfeuerwehr empfangen.
Training vor 3.000 Fans
Bereits am ersten Tag steht am frühen Abend Ortszeit eine öffentliche Trainingseinheit auf dem Programm. Im Spry Stadium werden rund 3.000 Zuschauer Joshua Kimmich und seine Mitspieler beobachten. Hintergrund ist eine FIFA-Vorgabe, nach der alle 48 Teilnehmer des Turniers eine Trainingseinheit vor Publikum absolvieren müssen.
Bis Samstag bereitet sich die Auswahl auf den WM-Start in Houston vor. Dort trifft Deutschland am Sonntag um 19.00 Uhr (ARD) zum Auftakt auf Außenseiter Curaçao.
Leon Goretzka sprach unterdessen über die Erwartungen an das Nationalteam nach den enttäuschenden WM-Auftritten 2018 und 2022. In einem FIFA-Interview sagte der Mittelfeldspieler, dass man die früheren Rückschläge natürlich korrigieren wolle. Als ersten Anwärter auf den WM-Titel sieht der 31-Jährige die deutsche Mannschaft derzeit aber nicht.
Goretzka spürt hohe Erwartungen
Nach Einschätzung des Bayern-Profis gehört Deutschland aktuell nicht zum engsten Kreis der Top-Favoriten. Man müsse in dieser Frage ehrlich sein, erklärte Goretzka. Zugleich betonte er, dass an eine Fußballnation wie Deutschland dennoch zu Recht hohe Erwartungen gestellt würden.
Persönlich, so Goretzka, wäre er lieber Teil eines Teams, das als klarer Top-Favorit in ein Turnier geht — so wie er es aus dem Vereinsfußball kennt. Dann seien die Chancen auf den Titel meist am größten. Mit Blick auf die vergangenen Jahre sei es aus seiner Sicht aber nicht angebracht, Deutschland selbst zum WM-Favoriten zu erklären.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion