Fußball

Jetzt auch WM! FIFA sperrt Prestianni

Homophober Eklat, FIFA-Strafe, WM-Zittern: Prestianni drohen zwei Spiele Sperre – wenn er es überhaupt in Argentiniens Kader schafft.

06.05.2026, 15:14 Uhr

FIFA weitet Prestianni-Sperre auf die WM aus

Die FIFA hat die von der UEFA gegen Gianluca Prestianni verhängte Sperre weltweit übernommen. Damit würde der argentinische Offensivspieler von Benfica Lissabon im Fall einer Nominierung für die Weltmeisterschaft 2026 die ersten beiden Partien Argentiniens verpassen.

Die UEFA hatte den 20-Jährigen vor rund zwei Wochen für insgesamt sechs Spiele gesperrt, wobei drei Begegnungen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Hintergrund ist ein Zwischenfall im Champions-League-Duell mit Real Madrid Mitte Februar. Dort soll Prestianni im Streit mit Vinícius Júnior homophobe Äußerungen gemacht haben. Laut Berichten verdeckte er dabei seinen Mund mit dem Trikot.

FIFA folgt Antrag der UEFA

Wie erwartet entsprach der Weltverband dem Wunsch der UEFA, die Sanktion auf sämtliche Wettbewerbe auszudehnen. Damit gilt die Sperre nicht nur in Europa, sondern auch bei internationalen Turnieren wie der WM. Die FIFA erklärte, ihre Disziplinarkommission habe beschlossen, die Sechs-Spiele-Sperre weltweit anzuwenden.

Noch ist unklar, ob Nationaltrainer Lionel Scaloni Prestianni überhaupt in den argentinischen WM-Kader beruft. Für die Nationalmannschaft kam der Flügelspieler bislang erst einmal zum Einsatz, bei einem Freundschaftsspiel im November. Beim Test gegen Sambia am 31. März stand er nicht auf dem Feld.

Sollte Prestianni nicht für die Weltmeisterschaft berücksichtigt werden, müsste er die übrigen gesperrten Partien in einem UEFA-Wettbewerb der kommenden Saison absitzen.

Argentiniens WM-Auftakt gegen Algerien

Titelverteidiger Argentinien beginnt das Turnier am 17. Juni in Kansas City gegen Algerien. Das zweite Gruppenspiel folgt fünf Tage später in Arlington gegen Österreich. Vierter Gegner in der Gruppe ist WM-Debütant Jordanien.

IFAB beschließt Regelanpassung

Der Vorfall hatte auch Folgen für das Regelwerk. Das International Football Association Board verabschiedete in der vergangenen Woche auf Vorschlag der FIFA eine Änderung: Wer bei Beleidigungen den Mund verdeckt, kann künftig mit einem Platzverweis bestraft werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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