Olympia

Olympia-Krimi: München setzt überraschend auf Kiel

Olympia in München? Jetzt ist raus, welcher Ostsee-Ort die Segelwettkämpfe austragen soll.

21.09.2026, 10:38 Uhr

München setzt im Olympia-Endspurt auf Kiel für die Segel-Wettbewerbe

München geht in der entscheidenden Phase der nationalen Auswahl für eine mögliche deutsche Olympiabewerbung mit Kiel als vorgesehenem Austragungsort für die Segel-Wettkämpfe ins Rennen. Die bayerische Landeshauptstadt und die schleswig-holsteinische Hafenstadt teilten mit, dass sie dafür zusammenarbeiten wollen.

Neben München bewerben sich auch Berlin sowie die Region Rhein-Ruhr darum, vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als deutscher Kandidat für Sommerspiele ausgewählt zu werden. Dabei geht es um mögliche Austragungen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Die Entscheidung soll am Samstag bei einer außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden fallen.

Zusammenarbeit wie schon bei Olympia 1972

Bislang hatte München offiziell offengelassen, ob im Falle eines olympischen Zuschlags Kiel oder Rostock-Warnemünde die Segel-Wettbewerbe übernehmen würde. Nun fiel die Wahl auf Kiel. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte, München und Kiel seien ein „perfektes Match“. Zudem verwies er auf die gemeinsame olympische Vergangenheit: Schon bei den Münchner Spielen 1972 wurden die Segelregatten auf der Kieler Förde ausgetragen. Das damalige Zusammenspiel von Süd und Nord lebe nun wieder auf.

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause betonte, Kiel und München verbinde viel. Dazu zählten großer Rückhalt in der Bevölkerung für den Sport, Erfahrung mit Großveranstaltungen, wirtschaftliche Stärke und vor allem ein gelebtes, nachhaltiges olympisches Erbe. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bezeichnete die Entscheidung Münchens für Kiel als „großartige Nachricht“ für sein Bundesland.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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