FCA hält Europa-Hoffnung am Leben
Der FC Augsburg hat sich mit einem verdienten 3:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach die Chance auf einen internationalen Startplatz bewahrt. Gegen mut- und ideenlose Gäste waren die Schwaben klar überlegen. Michael Gregoritsch traf doppelt (24./72.), dazu war der früh eingewechselte Robin Fellhauer erfolgreich (42.). Den späten Ehrentreffer für Gladbach erzielte Giovanni Reyna in der Nachspielzeit.
Augsburg zog damit nach Punkten mit der achtplatzierten Eintracht Frankfurt gleich. Der SC Freiburg, der am Sonntag in Hamburg gefordert ist, liegt auf Rang sieben nur noch einen Zähler vor dem FCA. Dieser Platz würde für die Playoffs zur Conference League reichen. Damit könnte es am letzten Spieltag zu einem Fernduell um Europa kommen – vorausgesetzt, Freiburg gewinnt nicht in Hamburg.
Augsburg stellt früh die Weichen auf Sieg
Während Augsburg weiter von Europa träumen darf, ist Gladbach von diesen Tabellenregionen entfernt. Nach dem überraschenden Sieg gegen Dortmund und dem damit gesicherten Klassenerhalt wirkte die Borussia, betreut von Eugen Polanski, deutlich weniger entschlossen. Schon vor der Pause hätten die zaghaften Gäste höher in Rückstand geraten können.
Nach einer gelungenen FCA-Kombination unter Beteiligung von Fabian Rieder kam Fellhauer zunächst noch nicht an Gladbach-Keeper Moritz Nicolas vorbei. Den Abpraller drückte Gregoritsch aber zur Führung über die Linie. Für den Winter-Neuzugang aus Österreich war es der fünfte Saisontreffer. Kurz darauf jubelte Augsburg erneut, doch ein weiteres Tor von Gregoritsch zählte wegen Abseits nicht.
Fellhauer trifft, Baum-Frage bleibt offen
Kurz vor dem Seitenwechsel fiel das 2:0 dann regulär: Fellhauer, der schon in der Anfangsphase für den angeschlagenen Dimitrios Giannoulis gekommen war, wurde vom starken Mert Kömür perfekt freigespielt und schlenzte den Ball sicher in die lange Ecke.
Vor allem über die linke Augsburger Offensivseite, also über Gladbachs rechte Abwehrseite, sorgte der FCA immer wieder für Gefahr. Kömür (32.) und Gregoritsch (35.) vergaben aus spitzem Winkel, dazu setzte Kömür kurz vor der Pause einen Kopfball daneben. Trainer Manuel Baum durfte mit dem Auftritt seiner Mannschaft hochzufrieden sein. Ob er auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie des FCA stehen wird, ist allerdings weiter offen.
Gregoritsch macht den Deckel drauf, Kömür glänzt
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Gladbach etwas aktiver, wirklich Zählbares sprang daraus aber lange nicht heraus. Die Entscheidung besorgte erneut Gregoritsch: Nach einem Distanzschuss von Kömür konnte Nicolas zwar noch parieren, doch der Augsburger Angreifer reagierte am schnellsten und schob zum 3:0 ein.
Der Treffer von Reyna in der Nachspielzeit änderte nichts mehr am verdienten Augsburger Heimerfolg. Zu den auffälligsten Spielern des Abends gehörten dabei vor allem Doppelpacker Gregoritsch und Vorlagengeber Kömür.
Emotionale Verabschiedungen vor dem Anpfiff
Vor dem Spiel hatte der FC Augsburg mehrere Personen offiziell verabschiedet: Elvis Rexhbecaj, Ersatzkeeper Daniel Klein, Torwarttrainer Marco Langner und den langjährigen Geschäftsführer Stefan Reuter. Reuter war zuletzt noch zwei Jahre als Berater tätig, zuvor hatte er ein Jahrzehnt die Geschicke des Vereins maßgeblich mitbestimmt. Präsident Markus Krapf würdigte ihn mit den Worten, Reuter sei über die Grenzen Augsburgs hinaus eines der Gesichter des FCA und werde es immer bleiben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion