DFB-Pokalfinale in Berlin: Bayern geht als Favorit ins Duell mit Stuttgart
Im Berliner Olympiastadion fällt traditionell der letzte große Vorhang der deutschen Fußball-Saison. Am Abend (20.00 Uhr/ARD und Sky) treffen der FC Bayern München und der VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale aufeinander. Die Ausgangslage ist eindeutig: Der deutsche Meister aus München reist als Favorit an.
Bayern-Trainer Vincent Kompany zeigte sich vor dem Endspiel gelassen. Nach eigener Aussage schläft er ausgerechnet in der Nacht vor einem Spiel besonders gut. Wie ruhig die Nacht danach wird, dürfte allerdings stark vom Resultat und einer möglichen Feier abhängen.
Die Trainer vor dem Finale
Für Kompany bietet sich in seiner zweiten Saison bei den Bayern die Chance auf das Double. Die Meisterschaft haben die Münchner bereits sicher, nun soll im 25. Pokal-Endspiel der 21. Titel im DFB-Pokal folgen. Eine Bewertung der gesamten Saison allein am Finalausgang lehnt der Belgier jedoch ab. Für ihn zählt vor allem eines: der Sieg im Endspiel, nicht die große Analyse der vergangenen Monate.
Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß geht mit viel Vorfreude in die Partie. Der VfB will seinen Titel verteidigen und den Pokal erneut gewinnen. Hoeneß sieht sein Team als selbstbewussten Außenseiter, weiß aber auch um die Größe der Aufgabe. Gegen Bayern brauche es eine außergewöhnliche Leistung. Zugleich sei ein solches Spiel gegen Deutschlands beste Mannschaft und eines der stärksten Teams Europas auch etwas Besonderes.
Neuer fehlt – Urbig rückt bei Bayern ins Tor
In den vergangenen Tagen stand vor allem Manuel Neuer im Mittelpunkt. Doch im Finale kann der Bayern-Kapitän nicht mitwirken. Probleme an der linken Wade verhindern einen Einsatz.

Nach Angaben von Sportvorstand Max Eberl ist eine Teilnahme an der WM dadurch nicht gefährdet. Ein Einsatz im Pokalfinale wäre jedoch mit einem zu hohen Risiko verbunden. Deshalb steht erneut Jonas Urbig im Tor. Für den 22-Jährigen ist es das erste große Endspiel seiner Karriere. Ganz neu ist die Rolle als Neuer-Vertreter für ihn allerdings nicht mehr: In dieser Saison kommt er bereits auf 20 Pflichtspieleinsätze. Kompany betonte, wie groß das Vertrauen in den jungen Keeper sei.
Nübel vor möglichem Abschied aus Stuttgart
Beim VfB wird Alexander Nübel zwischen den Pfosten stehen. Auf ihn wartet mit der Münchner Offensive um Harry Kane eine enorme Herausforderung. Kane, Luis Díaz und Michael Olise waren auf dem Weg ins Finale für den Großteil der Bayern-Tore verantwortlich.
Für Nübel ist die Partie auch persönlich besonders. Der 29-Jährige gehört weiterhin dem FC Bayern und besitzt dort noch einen langfristigen Vertrag, spielt aber seit 2023 auf Leihbasis für Stuttgart. Das Finale könnte sein letzter Auftritt im VfB-Trikot sein, da eine feste Verpflichtung wirtschaftlich schwer zu stemmen wäre.
Hoeneß sieht darin jedoch kein Problem. Er lobte Nübels starke Saison und hob dessen Bedeutung für die positive Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren hervor. Auch im Finale, so der Stuttgarter Trainer, werde Nübel bereit sein.
Auch finanziell ist das Endspiel lukrativ
Neben dem Prestige bringt der DFB-Pokal auch erhebliche Einnahmen. Sowohl Bayern als auch Stuttgart haben sich auf dem Weg ins Finale bereits rund 6,6 Millionen Euro erspielt. Der Verlierer des Endspiels bekommt zusätzlich 2,88 Millionen Euro, der Sieger 4,32 Millionen. Damit kann der Pokalsieger insgesamt auf knapp elf Millionen Euro an Prämien kommen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion