Brandt und Süle nach Frankfurt-Sieg im Fokus – beim BVB trennen sich ihre Wege
Julian Brandt und Niklas Süle kosteten den Applaus vor der Dortmunder Südtribüne lange aus. Nach dem 3:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt standen beide erfahrenen Profis noch einmal besonders im Mittelpunkt. Für die Zukunft haben sie jedoch ganz unterschiedliche Pläne: Brandt verabschiedet sich nach sieben Jahren aus Dortmund, sein nächstes Ziel ist noch offen. Süle dagegen beendet mit dem Ende der Saison seine Laufbahn als aktiver Fußballer.
Kurzer Einsatz, große Anerkennung für Süle
Süle sprach nach dem Spiel bei Sky von sehr bewegten vergangenen zwei Tagen. Der 30-Jährige hatte erst am Vortag öffentlich gemacht, dass er seine Karriere beendet. Gegen Frankfurt wurde er in der 88. Minute eingewechselt und kam so zu seinem 300. Bundesliga-Spiel.
Er räumte ein, dass rund um seine Entscheidung auch abseits des Platzes viel Aufmerksamkeit entstanden sei. Den Schritt habe er vor allem für seine Familie und seine Kinder gewählt, sagte Süle, der mit blondierten Haaren womöglich sein letztes Spiel bestritten hat.
Für seinen Entschluss erhielt er viel Zuspruch. Brandt betonte, wie viel Mut es brauche, in diesem Alter eine solche Entscheidung zu treffen. Auch Trainer Niko Kovac zollte Respekt und hob hervor, dass dieser Schritt mit 30 Jahren alles andere als selbstverständlich sei. Mit einem Augenzwinkern meinte er zudem, Süle werde nun wohl mehr Zeit auf dem Golfplatz verbringen oder die Welt bereisen.
Brandt erlebt emotionalen Abschied in Dortmund
Bei Brandt ist an Pause noch nicht zu denken. Als Kapitän des Spieltags setzte er bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute spielerische Akzente. Danach sprach er offen über die Gefühle rund um sein letztes Heimspiel im BVB-Trikot.

Es sei etwas Besonderes, zum letzten Mal im eigenen Stadion aufgelaufen zu sein, sagte der 30-Jährige. Dabei habe er auch realisiert, dass er manche Mitarbeiter des Vereins womöglich zum letzten Mal gesehen habe. Im Fußball gehe zwar alles schnell und man treffe sich oft wieder, dennoch sei die Wehmut bereits deutlich spürbar.
Brandt verlässt Borussia Dortmund ablösefrei. Wohin sein Weg führt, ist bisher nicht bekannt. Konkrete Neuigkeiten wollte er noch nicht preisgeben, machte aber klar, dass er sich sehr auf den nächsten Schritt freut. Er bezeichnete sich weiterhin als ehrgeizig und erklärte, dass es zwar viele Ideen gebe, am Ende jedoch entscheidend sei, was sich sinnvoll umsetzen lasse. Vor allem wolle er den Fußball weiter genießen und mit Freude spielen.
Deutet vieles auf Spanien hin?
Kovac fand nach dem Spiel viele lobende Worte für Brandt und ließ zugleich durchblicken, dass er bereits eine Vermutung über dessen Zukunft habe. Ganz sicher sei er sich zwar nicht, doch er gehe davon aus, dass Brandt eine gute Lösung finden werde. In Deutschland gebe es für einen Spieler seines Formats nicht mehr viele passende Optionen, sagte der Dortmunder Coach.
Nach Medienberichten soll Atlético Madrid Interesse am Offensivspieler haben. Auf die Frage, ob er bereits Spanisch spreche, antwortete Brandt bei Sky mit einem schmunzelnden „Un poco“ – also „ein bisschen“. Im gemeinsamen Interview sprang Süle ihm sofort bei und deutete an, dass es dafür womöglich noch einen anderen Grund gebe: Berichten zufolge soll Brandt mit einer Spanierin liiert sein.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion