Fußball

Abstiegs-Schock: St. Pauli und Heidenheim raus!

Drama am letzten Spieltag: St. Pauli und Heidenheim sind raus – Wolfsburg rettet sich mit Sieg in die Relegation.

16.05.2026, 17:26 Uhr

Der FC St. Pauli und der 1. FC Heidenheim sind aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Der VfL Wolfsburg sicherte sich am 34. Spieltag mit einem 3:1 (1:0) am Millerntor Rang 16 und darf damit weiter auf den Klassenverbleib über die Relegation hoffen. Heidenheim verlor gegen Mainz 05 mit 0:2 (0:2) und muss nach drei Jahren im Oberhaus als Vorletzter den Gang in die 2. Liga antreten.

Als viertes Team löste der VfB Stuttgart das Ticket für die Champions League. Hoffenheim und Leverkusen gehen in die Europa League, Freiburg verteidigte im Rennen um die Conference League Rang sieben. Bayern München, Borussia Dortmund und Union Berlin verabschiedeten sich mit klaren Siegen aus der Saison.

Wolfsburg hält Platz 16

In Hamburg brachte Konstantinos Koulierakis die Gäste in der 37. Minute in Führung. Abdoulie Ceesay glich für St. Pauli nach der Pause zum 1:1 aus (57.), ehe die Partie wieder zugunsten der Wolfsburger kippte. St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj beförderte den Ball ins eigene Tor (64.), Dzenan Pejcinovic sorgte mit dem 3:1 für die Entscheidung (80.).

Zuvor hatte Christian Eriksen einen Handelfmeter an die Oberkante der Latte gesetzt (77.). Wolfsburg bestreitet nun am kommenden Donnerstag das Relegations-Hinspiel zu Hause, das Rückspiel folgt am darauffolgenden Montag. Als Gegner aus der 2. Bundesliga kommen SV Elversberg, Hannover 96 und der SC Paderborn infrage.

Heidenheim steigt als Vorletzter ab

Die Hoffnungen des 1. FC Heidenheim auf ein spätes Wunder waren schnell verflogen. Phillip Tietz brachte Mainz bereits in der 7. Minute in Führung, Nadiem Amiri legte kurz vor der Pause das 2:0 nach (43.). Damit war der Abstieg der Heidenheimer besiegelt.

Trotz des Rückschlags dürfte der personelle Umbruch überschaubar bleiben. Fast alle Profis verfügen auch über Verträge für die 2. Bundesliga. Zudem will Erfolgscoach Frank Schmidt seinen noch bis 2027 laufenden Vertrag erfüllen.

Stuttgart schafft den Sprung in die Königsklasse

Als viertes Team qualifizierte sich der VfB Stuttgart für die Champions League. Den Schwaben reichte bei Eintracht Frankfurt ein 2:2 (2:0). Auch ein verspäteter Anpfiff wegen einer Pyro-Aktion der Frankfurter Fans brachte den VfB nicht aus dem Tritt.

Chema Andrés (10.) und Nikolas Nartey (45.+4) brachten Stuttgart schon vor der Pause klar auf Champions-League-Kurs. Jonathan Burkardt rettete Frankfurt mit zwei Elfmetertoren zumindest noch ein Remis (72./Foulelfmeter, 90.+2/Handelfmeter). Bei der Eintracht blieb die Stimmung nach einer enttäuschenden Saison dennoch gedrückt.

Europa League für Hoffenheim und Leverkusen

Die TSG Hoffenheim verpasste den Sprung in die Champions League deutlich und verlor bei Borussia Mönchengladbach mit 0:4 (0:2). Nach dem Fast-Abstieg im Vorjahr geht es für die Kraichgauer in der kommenden Saison aber immerhin in die Europa League. Für Gladbach trafen Hugo Bolin (14.), Haris Tabakovic (23./64.) und Robin Hack (90.+1). Hoffenheim musste nach Gelb-Rot für Tim Lemperle unmittelbar nach Wiederbeginn lange in Unterzahl spielen (46.).

Auch Bayer Leverkusen startet in der Europa League. Nach dem 1:3 in der Vorwoche beim VfB Stuttgart verpatzte die Werkself auch den Saisonabschluss und kam gegen den Hamburger SV zu Hause nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Fabio Vieira erzielte mit einem sehenswerten Treffer die Hamburger Führung (61.), Jarell Quansah glich aus (78.). Bereits vor der Pause hatte HSV-Keeper Sander Tangvik, der diesmal Daniel Heuer Fernandes ersetzte, einen Foulelfmeter von Patrik Schick pariert (25.).

Freiburg verteidigt Platz sieben

Der SC Freiburg sicherte sich durch ein 4:1 (2:1) gegen RB Leipzig Rang sieben und damit die Teilnahme an der Conference League. Niklas Beste (24.), Igor Matanovic (26.), Matthias Ginter (47.) und Derry Scherhant (75.) trafen für den Sport-Club, für Leipzig war Assan Ouédraogo erfolgreich (33.).

Für Freiburg ist sogar noch mehr drin: Gewinnt die Mannschaft von Trainer Julian Schuster am kommenden Mittwoch das Europa-League-Finale gegen Aston Villa, würde sie sogar noch in die Champions League aufrücken.

Bayern, Dortmund und Union mit klaren Siegen

Meister FC Bayern München setzte sich gegen den 1. FC Köln mit 5:1 (3:1) durch. Vor Meisterschale und Bierduschen nutzten die Münchner die Partie als gelungene Einstimmung auf das DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag gegen Titelverteidiger Stuttgart. Harry Kane traf dreimal (10./13./69.), die weiteren Bayern-Tore erzielten Tom Bischof (22.) und Nicolas Jackson (83.). Für Köln war Said El Mala erfolgreich (18.).

Vizemeister Borussia Dortmund gewann bei Werder Bremen mit 2:0 (0:0). Serhou Guirassy traf in der 59. Minute per Kopf, Yan Couto erhöhte in der Nachspielzeit (90.+5). Für Werder hatte die Niederlage keine sportlichen Folgen mehr, der Klassenverbleib stand bereits seit dem vergangenen Wochenende fest.

Union Berlin feierte beim vorerst letzten Bundesliga-Spiel von Trainerin Marie-Louise Eta einen 4:0 (2:0)-Erfolg gegen den FC Augsburg. Andrej Ilic (10./42.), András Schäfer (54.) und Wooyeong Jeong (89.) sorgten für die Treffer. Weil Freiburg gleichzeitig gegen Leipzig gewann, hätte Augsburg selbst ein Sieg nicht mehr zu Platz sieben gereicht.

Der Überblick zum letzten Spieltag

  • FC St. Pauli – VfL Wolfsburg 1:3
  • 1. FC Heidenheim – Mainz 05 0:2
  • Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart 2:2
  • Borussia Mönchengladbach – TSG Hoffenheim 4:0
  • Bayer Leverkusen – Hamburger SV 1:1
  • SC Freiburg – RB Leipzig 4:1
  • FC Bayern München – 1. FC Köln 5:1
  • Werder Bremen – Borussia Dortmund 0:2
  • Union Berlin – FC Augsburg 4:0

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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