Formel 1 setzt 2027 erneut auf Nahost-Rennen
Trotz des anhaltenden Kriegs mit Iran plant die Formel 1 für die kommende Saison wieder fest mit ihren wirtschaftlich bedeutenden Austragungsorten im Nahen Osten. Nach den Wintertests in Sakhir vom 24. bis 27. Februar soll die WM am 14. März mit dem Grand Prix von Bahrain starten. Eine Woche danach ist Saudi-Arabien als zweiter Saisonlauf vorgesehen. Das teilten die Verantwortlichen der Rennserie nach längerer Verzögerung bei der Kalenderveröffentlichung mit.
Auch am Saisonende sind erneut zwei Rennen in der Region eingeplant: Am 5. Dezember soll in Katar gefahren werden, das Finale ist eine Woche später in Abu Dhabi vorgesehen.
In der laufenden Saison waren die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien aus Sicherheitsgründen wegen des Konflikts mit Iran im April gestrichen worden. Der Bahrain-Lauf wird stattdessen am 4. Oktober zusammen mit Malaysia nachgeholt. Ob Katar und Abu Dhabi in diesem Jahr wie vorgesehen den Abschluss der Weltmeisterschaft bilden können, ist weiterhin unklar. Für den Fall weiterer Absagen gilt Imola als mögliche Ausweichlösung.
Die Veranstaltungen im Nahen Osten bleiben für die Formel 1 finanziell besonders attraktiv. Die Ausrichter überweisen der Rennserie pro Jahr jeweils Startgelder in Höhe von mehreren zehn Millionen.
Portimão und Istanbul vor Rückkehr
Der nun vorgelegte Entwurf für den Rennkalender 2027 sieht außerdem zwei Rückkehrer vor. So soll Portimão in Portugal am 20. Juni wieder ins Programm aufgenommen werden. Auch Istanbul steht vor einem Comeback: Der Große Preis der Türkei ist für den 3. Oktober vorgesehen.
Nicht mehr Teil des Kalenders ist dagegen Zandvoort. Die niederländischen Veranstalter hatten ihren Vertrag aus Kostengründen nicht verlängert.
Barcelona pausiert im künftig jährlichen Wechsel mit Spa, während in Belgien am 25. Juli gefahren werden soll. Insgesamt sind für 2027 zehn Sprintrennen geplant. Erstmals soll dabei auch Monaco am ersten Juni-Wochenende ein Sprintformat austragen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber