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DEL-Saison: Rückkehrer, Drama und Kurs auf Heim-WM

Schaffen die Eisbären das Titel-Wunder erneut? Die neue DEL-Saison verspricht Rekorde, Comebacks und jede Menge Zündstoff.

16.09.2026, 07:45 Uhr

DEL startet in die 33. Saison: Berlin eröffnet gegen Straubing

Mit dem Duell zwischen Meister Eisbären Berlin und den Straubing Tigers beginnt am Donnerstagabend um 19.30 Uhr die 33. Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga. Vor dem Eröffnungsbully wird in Berlin zunächst das Meisterbanner für den zwölften DEL-Triumph der Clubgeschichte enthüllt.

Die Liga wächst weiter

Die DEL präsentiert sich wirtschaftlich und bei den Zuschauerzahlen in starker Verfassung. Hinter den Fußball-Profiligen ist sie weiterhin die zuschauerstärkste Sportliga des Landes. In der vergangenen Saison strömten 3,21 Millionen Fans in die Arenen. Auch finanziell ging es nach oben: Der Gesamtumsatz stieg auf 198 Millionen Euro. Bereits im kommenden Jahr soll erstmals die Marke von 200 Millionen Euro erreicht werden. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke sprach in diesem Zusammenhang von einem zusätzlichen Ansporn.

Krefeld ist zurück, Dresden wieder raus

Neu in der Liga sind wieder die Krefeld Pinguine, die nach ihrem Abstieg 2022 nun in die DEL zurückkehren. Trainer Thomas Popiesch führt das Gründungsmitglied der Liga wieder in Deutschlands höchste Spielklasse. Tripcke traut dem Aufsteiger zu, sportlich konkurrenzfähig zu sein. Die Euphorie in Krefeld ist groß: Das erste DEL-Heimspiel am Freitag gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven ist bereits ausverkauft.

Nicht mehr dabei sind dagegen die Dresdner Eislöwen, die nach ihrem Aufstieg im Jahr 2025 direkt wieder den Gang in die DEL2 antreten mussten.

Keine Winter-Game-Show, aber WM auf Schalke

Ein Freiluftspiel in einem Fußballstadion wird es in dieser Saison nicht geben. Stattdessen richtet sich der Blick auf ein anderes Großereignis: die Eishockey-Weltmeisterschaft mit dem Eröffnungsspiel in der Arena auf Schalke. Dort werden rund 60.000 Zuschauer erwartet. Die Heim-WM soll auch während der DEL-Saison immer wieder präsent sein. Tripcke kündigte an, man wolle die Vorfreude auf das Turnier weiter anheizen.

Dominik Kahun
Mit Dominik Kahun kehrt ein Nationalspieler und früherer NHL-Profi in die DEL zurück. (Archivbild) Quelle: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa

Für Diskussionen sorgen zudem zwei NHL-Partien in Düsseldorf am 18. und 20. Dezember. Dann treffen die Ottawa Senators um Nationalspieler Tim Stützle auf die Chicago Blackhawks. Während sich Fans auf hochklassiges Eishockey freuen, kritisiert die DEL die Abstimmung im Vorfeld. Nach Ansicht von Tripcke seien die Spiele ohne Rücksprache mit Liga, Clubs und DEB terminiert worden.

Wer gilt als Titelkandidat?

Die Eisbären Berlin gehen mit dem Ziel in die Saison, Historisches zu schaffen: Noch nie hat ein Team in der DEL viermal nacheinander den Titel gewonnen. Allerdings mussten die Berliner nach dem jüngsten Meistertriumph einen prominenten Abgang verkraften. Erfolgscoach Serge Aubin wechselte zum SC Bern in die Schweiz. Neuer Cheftrainer ist der Kanadier Eric Dubois, zuvor Assistenztrainer beim ERC Ingolstadt.

Trotz der dominanten vergangenen Jahre wird Berlin vor dem Saisonstart nicht überall als eindeutiger Favorit gesehen. In einer Umfrage unter DEL-Trainern wurde vor allem Adler Mannheim als heißester Anwärter auf die Meisterschaft genannt. Mannheim war in der vergangenen Finalserie mit 1:4 an Berlin gescheitert.

Zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten zählen außerdem der EHC Red Bull München, bei dem mit Dominik Kahun ein Nationalspieler und ehemaliger NHL-Profi zurück in die DEL kommt, sowie die Kölner Haie. Die Rheinländer setzen unter anderem auf Kapitän Moritz Müller und den neuen schwedischen Trainer Thomas Berglund. In der Champions Hockey League hinterließen die Haie mit den Neuzugängen Marcel Noebels und Daniel Fischbuch bereits einen starken Eindruck.

Rekordjagd bei Moritz Müller

Für Haie-Kapitän Moritz Müller rückt in dieser Saison auch eine Bestmarke näher. Dem Verteidiger fehlen nur noch 18 DEL-Einsätze, um den Rekord von Clubikone Mirko Lüdemann mit 1.200 Spielen zu übertreffen. Frühestens am 20. November könnte Müller die Marke ausgerechnet im Auswärtsspiel in München knacken.

Wo sind die Spiele zu sehen?

MagentaSport zeigt wie gewohnt sämtliche 364 Partien der Hauptrunde sowie alle Playoff-Spiele live. Im Free-TV überträgt DF1 sonntags ab 16.30 Uhr jeweils eine Begegnung live.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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