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Ferrari-Schock: Teamchef weiter in der Klinik

Ferrari träumt vom Monaco-Triumph – doch ausgerechnet vor dem Qualifying fällt Teamchef Vasseur plötzlich aus.

06.06.2026, 09:52 Uhr

Vasseur in Monaco nicht an der Strecke

Beim Formel-1-Rennstall Ferrari bleibt der Gesundheitszustand von Teamchef Frédéric Vasseur ein Thema. Die Scuderia teilte am Qualifikationstag zum Grand Prix von Monaco mit, dass der 58-Jährige nach mehreren Untersuchungen zur Beobachtung in einer Klinik bleiben muss.

Weitere Angaben zu den Hintergründen machte Ferrari nicht. In einem Statement wünschte das Team Vasseur eine schnelle Erholung und betonte, man hoffe, ihn bald wieder an der Rennstrecke begrüßen zu können. Ob der Franzose schon zum Rennen am Sonntag zurückkehrt, ist weiter offen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagte bei Sky, zunächst habe es sich nach einer Grippe angehört, dann habe Vasseur etwas schlechter Luft bekommen. Er gehe davon aus, dass dies nun medizinisch kontrolliert werde.

Vasseur steht seit Anfang 2023 an der Spitze des traditionsreichsten und erfolgreichsten Teams der Formel 1. An der Boxenmauer wurde er in Monaco von seinem Stellvertreter Jerome d’Ambrosio vertreten, einem früheren Formel-1-Piloten aus Belgien. D’Ambrosio sagte lediglich: "Das Einzige, was ich sagen kann, ist: Er ist okay."

Antonelli holt Pole in Monaco

Sportlich setzte WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli in Monte-Carlo das nächste Ausrufezeichen. Der 19 Jahre alte Mercedes-Pilot sicherte sich in einer enorm spannenden Qualifikation die Pole Position für den Grand Prix von Monaco und verwies Red-Bull-Weltmeister Max Verstappen auf Rang zwei. Lewis Hamilton brachte seinen Ferrari auf Platz drei, Charles Leclerc wurde in seiner Heimatstadt Vierter.

Nach seiner starken Runde wurde Antonelli zunächst von seinem Vater Marco umarmt. Anschließend sprach der Italiener von einer "magischen" Runde, auf der er alles zusammengebracht habe. Mit dem besten Startplatz ist er auf Kurs zu seinem fünften Sieg in Serie.

Vor dem sechsten Saisonrennen am Sonntag um 15.00 Uhr, das bei RTL und Sky übertragen wird, führt Antonelli die WM-Wertung mit 43 Punkten Vorsprung auf seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell an. Russell startet in Monaco allerdings nur von Position sechs.

Für Nico Hülkenberg verlief das Qualifying in seiner Wahlheimat enttäuschend. Der Audi-Routinier kam nicht über Platz 13 hinaus und verpasste damit den Einzug in die entscheidende Schlussphase. Frustriert zeigte sich auch Leclerc nach Rang vier.

Ferrari-Hoffnung bleibt unerfüllt

Nach starken Auftritten am Freitag hatte Ferrari auf den ersten Saisonsieg gehofft. Im Abschlusstraining war Antonelli jedoch plötzlich deutlich schneller als die Konkurrenz. Mercedes-Teamchef Wolff sagte über seinen jungen Star, dieser fahre derzeit mit viel Selbstvertrauen und könne es gerade in Monaco "fliegen lassen".

Auch im Qualifying blieb die Hoffnung der Scuderia auf die Pole unerfüllt. Leclerc hatte im ersten Abschnitt noch die Bestzeit gesetzt, später lag Verstappen im zweiten Durchgang vorne. Vor dem Finale durften damit gleich mehrere Topteams auf den ersten Startplatz hoffen.

Hamilton sagte anschließend, das Feld liege extrem eng zusammen. Ferrari habe aber unmittelbar vor dem Qualifying offenbar etwas verloren, was nun in der Fabrik untersucht werden müsse.

Gerade in Monaco ist das Qualifying von besonderer Bedeutung, weil Überholmanöver auf dem engen Stadtkurs nahezu unmöglich sind. Entsprechend groß war die Bedeutung des Kampfes um die Pole. Wolff sprach nach Antonellis Runde sogar von einer "Runde für die Geschichtsbücher".

Rotphase und Prominenz am Pistenrand

Neben dem Sport sorgte auch das Umfeld des Stadtrennens für Aufmerksamkeit. Ein Unfall von Gabriel Bortoleto im Audi führte schon früh zu einer längeren Rotphase, bis die Strecke wieder freigegeben werden konnte.

Zu den prominenten Gästen in Monte-Carlo gehörte diesmal US-Realitystar Kim Kardashian. Berichten zufolge war sie auf Einladung von Hamilton im Fürstentum und gehörte zu den auffälligsten Zaungästen des Wochenendes.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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