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Endlich komplett: Hentschel/Avil Sanchez holen Bronze

Schon fast abgeschlagen – dann dreht das deutsche Mixed-Duo vom 3-Meter-Brett auf und rettet sich sensationell zur Medaille.

02.08.2026, 20:24 Uhr

Bronze für deutsches Mixed-Duo bei der EM in Paris

Die deutschen Wasserspringer haben bei den Europameisterschaften in Paris nun alle Medaillenfarben gewonnen. Nachdem Moritz Wesemann Gold geholt hatte und Pauline Pfeif sowie Elena Wassen im Synchronspringen Silber erkämpften, sicherten sich Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez am dritten Wettkampftag Bronze im Mixed-Synchronspringen vom 3-Meter-Brett.

Mit 284,19 Punkten belegte das deutsche Paar Rang drei. Vor ihnen landeten die Italiener Chiara Pellacani und Matteo Santoro, die mit 305,85 Punkten souverän den Titel gewannen. Platz zwei ging an Elizaweta Kuzina und Ilia Molachanow von den Unabhängigen Athleten aus Russland mit 286,17 Punkten.

Aufholjagd nach frühem Rückschlag

Die Berliner Titelverteidiger gerieten nach dem zweiten, vergleichsweise einfachen Sprung unter Druck. Vor allem bei Avila Sanchez lief der Anlauf nicht optimal, was wertvolle Punkte kostete. Danach zeigte das Duo jedoch starke Nerven und arbeitete sich mit konzentrierten Sprüngen von Platz acht wieder nach vorn.

Im letzten Durchgang eröffnete ein Fehler der Russen sogar noch die Chance auf Silber. Am Ende fehlten Hentschel und Avila Sanchez jedoch knapp zwei Punkte zum zweiten Platz. Die Italiener setzten sich derweil mit einer konstant starken Serie und fast 20 Punkten Vorsprung klar an die Spitze.

„Eine Medaille war unser Ziel. Natürlich hätten wir den Titel gern verteidigt, aber Bronze in diesem starken Teilnehmerfeld ist absolut das, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Hentschel nach dem Wettbewerb.

Avila Sanchez betonte vor allem den Umgang mit dem misslungenen Versuch: „Fehler passieren. Entscheidend ist, dass man sie schnell abhakt, weitermacht und sich auf den nächsten Sprung konzentriert.“

Hentschel im Einzel mit zu vielen Fehlern

Im Einzel vom 1-Meter-Brett lief es für Hentschel anschließend deutlich weniger erfolgreich. Die Berlinerin zeigte zu viele Unsicherheiten, vor allem bei den Eintauchphasen, die bei den Kampfrichtern besonders ins Gewicht fallen.

Auch ihren eigentlich stärksten Sprung brachte sie beinahe gar nicht ins Wasser. Am Ende blieb für Hentschel nur der enttäuschende zehnte Platz. Den EM-Titel sicherte sich erneut Chiara Pellacani, die als einzige Athletin fehlerfrei blieb und mit einem Vorsprung von 40,10 Punkten bereits ihren dritten Europameistertitel gewann.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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