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EM-Krimi! Zeidler holt Gold – der Achter schafft Silber

Nicht zu stoppen: Zeidler knackt schon wieder den EM-Rekord – und auch der Deutschland-Achter lässt Italien jubeln.

02.08.2026, 14:15 Uhr

Zeidler holt EM-Gold mit Bestzeit in Varese

Oliver Zeidler hat bei den Ruder-Europameisterschaften in Varese eindrucksvoll den Titel im Männer-Einer gewonnen. Der Olympiasieger aus Deutschland setzte sich auf dem Lago di Varese im Finale klar gegen den unter neutraler Flagge startenden Titelverteidiger Yauheni Zalaty sowie den griechischen Weltmeister Stefanos Ntouskos durch. Für den 30-Jährigen war es nach 2019, 2021 und 2024 bereits der vierte EM-Triumph.

Schon im Halbfinale hatte Zeidler seine starke Form unter Beweis gestellt und über 2.000 Meter in 6:37,87 Minuten einen neuen EM-Bestwert aufgestellt. Im Endlauf legte er am Sonntag noch einmal nach und verbesserte die Marke auf 6:36,39 Minuten. Im vergangenen Jahr hatte Zeidler die Europameisterschaften wegen seines Studiums ausgelassen, bei der WM aber trotz kurzer Vorbereitung Silber geholt.

Deutschland-Achter gewinnt Silber

Auch der Deutschland-Achter sorgte für ein starkes Ergebnis. Nach einem bislang eher ernüchternden Saisonverlauf fuhr das neu von Frederik Breuer auf der Schlagposition angeführte Boot zu EM-Silber. Im Finale lieferte sich die Crew ein spannendes Rennen mit Rumänien, musste sich am Ende jedoch knapp geschlagen geben. Bronze sicherte sich Gastgeber Italien.

Dass Großbritannien und die Niederlande nicht am Start waren, lag an ihrer gezielten Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Amsterdam vom 24. bis 30. August. Der deutsche Achter war zuvor bei den Weltcups in Sevilla und Luzern jeweils auf Rang vier gelandet. Bei der WM 2025 in China war das Boot bereits im Vorlauf ausgeschieden. Auf einen großen internationalen Sieg wartet der Achter seit dem EM-Titel im Jahr 2020.

Frauen-Achter ohne Medaille, Kress und Para-Duo erfolgreich

Der deutsche Frauen-Achter verfehlte anschließend eine Medaille. In einem Feld mit nur vier Booten belegte das Team beim Sieg Rumäniens den vierten und damit letzten Platz.

Für weitere Medaillen des Deutschen Ruderverbandes sorgten Fabio Kress, der im nicht-olympischen Leichtgewichts-Männer-Einer Silber gewann, sowie Kathrin Marchand und Valentin Luz, die im Para-Mixed-Doppelzweier (PR3) Gold holten.

Zum Abschluss der Titelkämpfe gewann Deutschland zudem bei der EM-Premiere im Mixed-Achter und im Mixed-Doppelzweier jeweils Silber. Diese geschlechtergemischten Bootsklassen gelten als mögliche künftige olympische Wettbewerbe. Startberechtigt sind dort ausschließlich Athletinnen und Athleten, die zuvor bereits in einer anderen Bootsklasse im Einsatz waren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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