Söder sieht Grund für AfD-Zuspruch in ausbleibenden Abschiebungen
CSU-Chef Markus Söder führt die hohen Umfragewerte der AfD auch auf aus seiner Sicht nicht konsequent genug umgesetzte Abschiebungen zurück. Im ARD-"Sommerinterview" sagte der bayerische Ministerpräsident, zwar kämen inzwischen weniger Menschen nach Deutschland. Dennoch hielten sich noch immer viele im Land auf, obwohl sie kein Bleiberecht hätten. Deshalb habe sich auch das von vielen angesprochene Stadtbild bislang kaum verändert.
Söder betonte, Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis müssten das Land wieder verlassen. Deutschland gehe dabei inzwischen deutlich entschlossener vor, sagte er.
Neben einer strengeren Migrationspolitik sei aus seiner Sicht auch eine starke Wirtschaft entscheidend, um die AfD zurückzudrängen. Deshalb müssten die begonnenen Reformen erfolgreich abgeschlossen werden, damit Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinne. Wenn etwa Automobilstandorte schließen, steige für Menschen ohne Zukunftsperspektive die Gefahr, sich radikalen politischen Kräften zuzuwenden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber