Fußball

Hainer über Infantino: «Enormer Druck!»

Bayern geht auf die FIFA los: Nach dem geplatzten Investorendeal erhebt der Klub schwere Vorwürfe zur Führung.

02.08.2026, 14:08 Uhr

Hainer bremst Debatte über Infantinos Zukunft

Bayern-Präsident Herbert Hainer will sich nicht an vorschnellen Spekulationen über einen möglichen Rückzug von FIFA-Chef Gianni Infantino beteiligen. Am Rande der Asienreise des FC Bayern in Südkorea sagte er, darüber hätten letztlich die Mitgliedsverbände zu entscheiden. Zugleich betonte Hainer, dass der Druck groß sei, die Vorgänge vollständig aufzuarbeiten und zu klären, wie ein solcher Vorschlag überhaupt entstehen konnte, ohne die Konföderationen umfassend einzubeziehen.

Infantino hatte seine Pläne nach heftigem Widerstand wieder einkassiert. Diese sahen vor, durch den möglichen Verkauf eines Anteils an den kommerziellen FIFA-Rechten, etwa rund um die Weltmeisterschaft, Milliardenerlöse zu erzielen. Infolge der Kritik wird inzwischen auch über die Zukunft des Schweizers an der Spitze des Weltverbands gesprochen.

Hainer sieht klare Grenzen bei der Vermarktung

Zu personellen Konsequenzen wollte sich Hainer nicht äußern. Es sei nicht seine Aufgabe, einzelne Personen zu bewerten, sagte der 72-Jährige und verwies darauf, dass Urteile in solchen Momenten oft stark von der aktuellen Lage geprägt seien. Die Investorenidee bewertete er jedoch scharf als schweren Verstoß gegen Grundsätze guter Unternehmensführung. Kommerzialisierung gehöre zwar zum modernen Sport, dürfe aus seiner Sicht aber nicht grenzenlos sein.

Bereits am Vortag hatte Hainer klare Worte gefunden. Kurz vor dem Abflug nach Südkorea bezeichnete er das Ende der Investorenpläne als Glücksfall und zeigte sich erleichtert, dass diese aus seiner Sicht abwegige Idee schnell wieder vom Tisch war.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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