Benficas argentinischer Offensivspieler Gianluca Prestianni ist nach einem Vorfall im Champions-League-Duell mit Real Madrid Mitte Februar von der UEFA für sechs Spiele gesperrt worden. Das teilte die Disziplinar- und Ethik-Kommission des europäischen Fußballverbands mit. Nach UEFA-Angaben fiel der 20-Jährige in einer Auseinandersetzung mit Vinícius Júnior durch eine homophobe Bemerkung auf.
Mögliche Folgen für die WM
Unmittelbar absitzen muss Prestianni zunächst nur zwei Partien. Ein Spiel Sperre hatte er bereits nach dem Vorfall im Hinspiel verpasst, als er im Playoff-Rückspiel gegen Real fehlte. Drei weitere Begegnungen wurden für einen Zeitraum von zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt.
Die UEFA stellte zudem klar, dass die Strafe auch auf Einsätze mit der Nationalmannschaft angewendet werden kann. Sollte Prestianni für die WM im Sommer nominiert werden, könnte die Sperre daher auch dort Konsequenzen haben. Der Kontinentalverband beantragte bei der FIFA außerdem, die Sanktion weltweit gültig zu machen.
Nach dem ersten Playoff-Spiel im Februar hatte zunächst der Verdacht im Raum gestanden, Prestianni habe sich rassistisch geäußert. Vinícius Júnior und dessen Teamkollege Kylian Mbappé warfen ihm vor, den Real-Profi nach dem Treffer zum 1:0 rassistisch beleidigt zu haben. Prestianni wies diese Anschuldigungen zurück. Während der Szene hatte er sein Trikot vor den Mund gezogen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion