Ryan Fox gewinnt British Open in Southport dank Birdie am Schlussloch
Ryan Fox hat die 154. British Open in Southport gewonnen und damit den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der 39 Jahre alte Neuseeländer sicherte sich den Sieg im Royal Birkdale Golf Club mit einem Birdie am 18. Loch und einem Gesamtergebnis von 270 Schlägen. Cameron Young aus den USA folgte mit 271 Schlägen auf Rang zwei, sein Landsmann Sam Burns wurde mit 272 Schlägen Dritter.
Nach dem entscheidenden Putt riss Fox auf dem 18. Grün die Arme hoch und jubelte ausgelassen über seinen ersten Major-Titel. Für den Triumph erhielt er 3,2 Millionen US-Dollar Preisgeld, umgerechnet rund 2,8 Millionen Euro, sowie die traditionsreiche Siegertrophäe, den berühmten Claret Jug.
Bei der Siegerehrung zeigte sich Fox überwältigt. Seine Kinder hätten ihm am Vorabend gesagt, er solle die Trophäe mit nach Hause bringen, erzählte der Neuseeländer. Nun habe er einen „ziemlich coolen Pokal“, den er ihnen mitbringen könne.
Fox ist der Sohn der neuseeländischen Rugby-Legende Grant Fox. Sein bislang bedeutendster Titel vor dem Erfolg in Southport war die BMW PGA Championship 2023.
Rekordrunde am dritten Tag
Schon am Samstag hatte Fox seine starke Form mit einer Rekordrunde unterstrichen. Auf dem anspruchsvollen Kurs von Royal Birkdale benötigte er am dritten Turniertag nur 62 Schläge und blieb damit acht unter Par. Mit dieser Leistung verbesserte er sich vor der Finalrunde um 50 Plätze auf Rang zwei.
Damit wurde Fox erst zum siebten Spieler überhaupt, der bei einem der vier Major-Turniere eine Runde mit 62 Schlägen gespielt hat. Außerdem ist er der älteste erstmalige Major-Sieger seit Henrik Stenson, der vor zehn Jahren im Alter von 40 Jahren in Royal Troon triumphierte.
Fleetwood verpasst Heim-Triumph
Für den englischen Hoffnungsträger Tommy Fleetwood blieb der Traum vom ersten Major-Sieg derweil unerfüllt. Der 35-Jährige aus Southport belegte bei dem Turnier nahe Liverpool ebenso wie Titelverteidiger und Weltranglistenerster Scottie Scheffler aus den USA mit 273 Schlägen den geteilten vierten Platz. Rory McIlroy aus Nordirland kam mit 279 Schlägen nicht über Rang 40 hinaus, den er sich mit mehreren Spielern teilte.
Fleetwood sprach dennoch von einer besonderen Woche. Vor allem die Unterstützung der heimischen Fans habe das Turnier für ihn einzigartig gemacht. Einen Open-Sieg habe er sich zwar sehr gewünscht, sagte der Engländer, zugleich kündigte er an, weiter um diesen Titel kämpfen zu wollen.
Aus deutscher Sicht verlief das Turnier enttäuschend: Der 21-jährige Amateur Tim Wiedemeyer und der 22 Jahre alte Tiger Christensen verpassten beide nach zwei Runden deutlich den Cut und schieden frühzeitig aus.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Redaktion
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber