Die Spieler aus dem NBA-Jahrgang 2003, die einst gemeinsam mit LeBron James in die Liga kamen, haben ihre Karriere längst beendet. Heute sind sie als Unternehmer aktiv, sammeln Kunst oder engagieren sich in der Gesundheitsaufklärung. Nur James steht weiterhin auf dem Parkett.
James startet mit 41 noch einmal neu
Der Superstar wagt im Alter von 41 Jahren noch einmal einen Vereinswechsel und läuft künftig für die Philadelphia 76ers auf. Ausgerechnet ein Spieler aus einer ganz anderen Generation könnte ihm auf dem Weg zum Titel gefährlich werden: Victor Wembanyama von den San Antonio Spurs war noch gar nicht geboren, als James sein NBA-Debüt für die Cleveland Cavaliers gab.
Ziel in Philadelphia: der Titel
LeBron James geht als erster Profi überhaupt in seine 24. NBA-Saison. Vor dem Auftakt gegen Titelverteidiger New York Knicks machte er deutlich, worum es ihm geht: ein frühes Playoff-Aus komme für ihn nicht infrage.
Mit James und Jaylen Brown als Neuzugängen sowie den etablierten Kräften Joel Embiid und Tyrese Maxey bringen die 76ers viel Qualität mit. James zeigte sich überzeugt, dass er helfen könne, Philadelphia in ein echtes Meisterteam zu verwandeln.
Im Osten gilt das Rennen als offen. Neben den Knicks zählen auch die Boston Celtics, die Detroit Pistons sowie mit gewissen Abstrichen die Orlando Magic um Franz Wagner und die Miami Heat mit Neuzugang Giannis Antetokounmpo zu den Teams mit Finalchancen.
Die ewige Frage: James oder Jordan?
Mit einer weiteren starken Saison und vielleicht sogar einem fünften Titel würde James seine Argumente in der Debatte um den größten Basketballer aller Zeiten weiter stärken. Über Jahrzehnte schien Michael Jordan in dieser Frage unerreichbar. Doch James hat die Diskussion mit seiner Karriereleistung neu entfacht.

Was für LeBron James spricht
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Langlebigkeit und Rekorde
James hat mit 43.440 Punkten die frühere Bestmarke von Kareem Abdul-Jabbar längst übertroffen. Auch bei den absolvierten Spielen liegt er mit 1.622 Einsätzen vorne und dürfte diesen Rekord weiter ausbauen. -
Komplettes Spiel
Jordan galt als überragender Scorer, doch James prägte das Spiel zusätzlich mit Passqualität, Spielübersicht und Vielseitigkeit. Gerade diese Fähigkeiten haben dafür gesorgt, dass er auch im hohen Alter auf Spitzenniveau mithalten kann. -
Körperliche Konstanz
Trotz seines Alters ist James noch immer konkurrenzfähig. Viele Prognosen, wonach er bereits in seinen 30ern deutlich abbauen würde, haben sich nicht bestätigt. Sein Vertrag über zwei weitere Jahre in Philadelphia könnte ihm sogar eine 25. Saison in der NBA ermöglichen. -
Der Titel mit Cleveland
Seine Meisterschaften mit Miami (2012, 2013) und den Lakers (2020) waren bedeutend. Am meisten Gewicht hat für viele jedoch der Triumph mit den Cavaliers im Jahr 2016. Damals führte James seinen Heimatclub nach einem 1:3-Rückstand noch zu einem 4:3 in der Finalserie gegen die Golden State Warriors. Diese hatten zuvor 73 Saisonspiele gewonnen und damit einen Rekord aus der Jordan-Ära gebrochen.
Was weiterhin für Michael Jordan spricht
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Makellose Finalbilanz
Jordan stand sechsmal in den NBA-Finals – und gewann sechsmal. James erreichte zwar häufiger die Endspielserie, verlor aber auch mehrere Anläufe. Besonders oft wird dabei die Niederlage 2011 mit Miami gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks als Schwachpunkt genannt. -
Prägte eine ganze Ära
Die 1990er-Jahre waren in der NBA eng mit Jordan verbunden. Mit seinen Titeln 1991, 1992, 1993, 1996, 1997 und 1998 dominierte er mit den Chicago Bulls über Jahre hinweg die Konkurrenz. Anders als James setzte Jordan einer ganzen Epoche seinen Stempel auf. -
Scoring auf höchstem Niveau
Obwohl James insgesamt deutlich mehr Punkte erzielt hat, war Jordan im Schnitt der gefährlichere Punktesammler. Er kam auf mehr als 30 Punkte pro Spiel, in den Playoffs sogar auf über 33 Punkte im Schnitt. In einer Saison der 1980er Jahre erzielte er sogar 37,1 Punkte pro Partie – in einer NBA, die damals deutlich stärker von der Defensive geprägt war.
James hat durch seine enorme Anzahl an Spielzeiten inzwischen fast alle statistischen Bestenlisten erobert. Doch Jordans Dominanz, seine Finalbilanz und seine Scoring-Wucht bleiben zentrale Argumente in der Debatte. So dürfte auch in Philadelphia jede weitere Leistung von LeBron James wieder dieselbe Frage aufwerfen: Wer ist der Größte aller Zeiten?
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber