Euroleague weist NBA-Vorstoß für gemeinsame Europa-Liga zurück
Die Euroleague hat Berichten zufolge ein Angebot der NBA zur Gründung einer gemeinsamen europäischen Basketball-Liga abgelehnt. Wie unter anderem La Gazzetta dello Sport und The Athletic meldeten, hätten die Eigentümer-Clubs der Euroleague die von der NBA vorgeschlagenen Bedingungen für eine Eingliederung klar zurückgewiesen.
Eine endgültige Absage an eine spätere Zusammenarbeit soll das jedoch noch nicht sein. Demnach könnten die Gespräche zwischen den Parteien fortgesetzt werden. Die geplante NBA Europe soll gemeinsam mit dem Weltverband Fiba aufgebaut werden und nach derzeitigen Plänen im Oktober 2027 starten. Als mögliche Standorte gelten große Städte wie Paris, London und Berlin. Sollte die Euroleague dabei außen vor bleiben, könnte sich der europäische Vereinsbasketball weiter aufsplittern.
Euroleague verfolgt eigene Pläne
In ihrer Mitteilung zum Treffen der Clubs in Cernobbio, an dem auch Vertreter des FC Bayern München teilnahmen, äußerte sich die Euroleague nicht direkt zu den NBA-Plänen. Stattdessen machte sie deutlich, dass sie ihren eigenen Kurs weitergehen will.
Nach Angaben der Liga verständigten sich die anwesenden Vereinsbesitzer darauf, die Umwandlung der bisherigen Zehnjahreslizenzen in Franchise-Modelle für die 13 Gesellschaftervereine der ECA weiter voranzutreiben. Auch eine Vergrößerung der Liga bleibt ein Thema, ohne dass dazu bereits eine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Berichten zufolge soll gerade der Verzicht auf eine Expansion zu den Bedingungen der NBA gehört haben.

Hainer sieht große Perspektiven
Bayerns Präsident Herbert Hainer, der gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer der Basketball-Abteilung, Adrian Sarmiento, an dem Treffen teilnahm, sprach von einem konstruktiven Austausch.
„Auf der Grundlage unseres Austauschs wird nun in den kommenden Wochen und Monaten weiter an den Chancen der EuroLeague und ihrer Weiterentwicklung gearbeitet werden. Sie hat aus unserer Sicht eine blendende Zukunft vor sich“, sagte Hainer.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber