Überraschender Euroleague-Auftakt für den FC Bayern
Die Basketballer des FC Bayern München haben zum Start in die neue Euroleague-Saison für eine Überraschung gesorgt. Das Team von Trainer Anton Gavel gewann in Sofia nach einer mutigen Vorstellung mit 86:84 (44:39) gegen den favorisierten Club Hapoel Tel Aviv.
Erfolgreichster Werfer der Münchner war vor rund 2.000 Zuschauern Andi Obst mit 19 Punkten. Johannes Thiemann überzeugte ebenfalls stark, kam auf 15 Zähler und sieben Rebounds und wurde zum Spieler des Abends gekürt.
"Das ist ein großer Erfolg für die ganze Mannschaft. Es war sicher kein perfektes Spiel, aber so in die Saison zu starten, tut gut. Wir arbeiten hart und wissen, dass noch viel vor uns liegt", sagte Obst nach der Partie.
Im zweiten Viertel setzte sich Bayern zunächst etwas ab und übernahm die Kontrolle. In der Schlussphase drehte das prominent besetzte Team aus Tel Aviv um Starspieler Vasa Micic die Begegnung jedoch noch einmal. Letztlich sorgten ein wichtiger Dreier von Johannes Voigtmann und eine entscheidende Defensivaktion von Tobias Jensen dafür, dass die Münchner den Auswärtssieg über die Zeit brachten.
Auch Thiemann zeigte sich nach dem gelungenen Einstand zufrieden: "Ich bin sehr glücklich, wieder in der Euroleague zu spielen. Ich habe das vermisst, und mit einem Sieg zu starten, ist natürlich ideal."
Bayern peilen nach schwacher Vorsaison Wiedergutmachung an
Nach einer Saison ohne Titel wollen die Bayern nun wieder angreifen. Im vergangenen Jahr verpassten die Münchner sowohl die Meisterschaft in der Bundesliga als auch den Gewinn des BBL-Pokals. Zudem reichte es in der Euroleague nicht für die Playoff-Teilnahme.
Im internationalen Vergleich zählen die Bayern allerdings weiterhin nicht zur absoluten Spitze. Während der Club in Deutschland finanziell zu den Schwergewichten gehört, bewegt er sich in der Euroleague beim Budget nur im unteren Drittel. Vereine wie Hapoel Tel Aviv oder Panathinaikos Athen verfügen dank äußerst vermögender Eigentümer über deutlich größere finanzielle Möglichkeiten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber