Basketball

Alba schockt Bayern im vierten Final-Krimi

Albas Comeback-Coup vertagt die Meisterschaft: Jetzt fällt im finalen Krimi gegen Bayern am Sonntag die Entscheidung.

19.06.2026, 22:32 Uhr

Alba Berlin hat die Entscheidung um die deutsche Basketball-Meisterschaft auf das fünfte und letzte Spiel vertagt. Die Berliner besiegten Titelverteidiger FC Bayern München im vierten Finale mit 71:61 (42:45) und glichen die Serie vor 8.899 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle zum 2:2 aus. Das entscheidende Duell steigt am Sonntag um 16.30 Uhr in München und wird bei Dyn übertragen.

Bester Berliner Werfer war Justin Bean mit 17 Punkten. Auf Münchner Seite kam Nenad Dimitrijevic auf 14 Zähler.

Beide Teams starteten in der auch wegen der hohen Außentemperaturen aufgeheizten Halle hektisch in die Partie. Viele freie Würfe fanden zunächst nicht ihr Ziel. Unter den Augen der Nationalspieler Franz Wagner und Maodo Lo sorgte Andreas Obst mit einem Dreier knapp hinter der Mittellinie zum 18:16 für ein frühes Highlight. Dennoch konnte sich zunächst kein Team deutlicher absetzen, Alba entschied das erste Viertel mit 26:23 für sich.

Bayern setzt sich kurzzeitig ab

Lange blieb die Begegnung eng. Im ersten Abschnitt lag keine Mannschaft mit mehr als vier Punkten vorne, ehe Alba nach 13 Minuten auf 33:29 stellte. Danach übernahm Bayern kurzzeitig das Kommando und setzte sich mit einem 11:0-Lauf bis zur 18. Minute auf 42:35 ab.

Alba fing sich jedoch wieder und verkürzte bis zur Pause auf 42:45. „Wir müssen den Druck intensiver aufbauen“, sagte Bean zur Halbzeit bei Dyn. „Es muss über die Defense kommen, 45 Punkte sind zu viel.

Nach dem Seitenwechsel machte sich der Kräfteverschleiß einer langen Saison deutlich bemerkbar. Viele Fouls prägten die Partie, dazu gingen zahlreiche Distanzwürfe daneben. Alba kam zunächst nur schwer in Tritt und erzielte durch Michael Rataj erst nach viereinhalb Minuten die ersten Punkte der zweiten Halbzeit. Bayern hatte nach 24 Minuten zwar erst drei Zähler nach der Pause erzielt, zog dann aber schnell auf 52:42 davon.

Furioser Schlussabschnitt bringt Alba zurück

Dann kippte das Spiel. Die Berliner starteten eine starke Aufholjagd, gingen kurz vor Ende des dritten Viertels mit einem Dreier 55:54 in Führung und legten durch Malte Delow mit der Sirene sogar noch das 58:54 nach.

Im Schlussabschnitt brach Bayerns Offensive dann fast komplett ein. Die Münchner brauchten fünf Minuten bis zu ihren ersten Punkten, während Alba den Vorsprung nach knapp 35 Minuten auf 68:54 ausbaute und damit auch den früheren Alba-Profi Franz Wagner von den Sitzen riss.

Mit einem Zwölf-Punkte-Polster gingen die Berliner in die letzten drei Minuten. Danach ließen beide Mannschaften mehrere Chancen liegen, sodass Alba auch 110 Sekunden vor dem Ende noch mit 70:58 führte. Bayern-Trainer Svetislav Pesic ließ seinen Topscorer in dieser Phase auf der Bank und schien bereits auf das entscheidende fünfte Spiel zu blicken. Die Berliner brachten den Sieg anschließend souverän ins Ziel. Bayern kam in der gesamten zweiten Halbzeit nur noch auf 16 Punkte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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