Audi sieht sich in Formel-1-Premierensaison auf Kurs
Trotz eines schwierigen Einstiegs in die erste Formel-1-Saison bewertet Audi den bisherigen Verlauf positiv. Vorstandschef Gernot Döllner erklärte bei einer Medienrunde vor dem Europa-Auftakt in Monte-Carlo, die Ziele für den Serienstart seien aus Sicht des Unternehmens bislang voll erreicht worden. Mit der aktuellen Rolle im Mittelfeld zeigt sich der Konzernchef zufrieden.
Bislang gelang dem Team allerdings nur einmal der Sprung in die Punkteränge: Beim Saisonstart in Australien holte der Brasilianer Gabriel Bortoleto mit Rang neun Zähler für Audi. Sein erfahrener Teamkollege Nico Hülkenberg wartet nach fünf Rennen noch auf die ersten Punkte. Döllner betonte, man gehe die Aufgabe mit Realismus und Bescheidenheit an – auch mit Blick auf andere Rennställe, die mehrere Jahre gebraucht hätten, um sich weiter vorne zu etablieren.
Rücktritt des Teamchefs laut Audi ohne spürbare Folgen
Für den Einstieg in die Formel 1 hatte Audi das Schweizer Sauber-Team übernommen und entwickelt nun auch die Antriebe in Eigenregie. Kurz nach Saisonbeginn sorgte dann der unerwartete Rückzug von Teamchef Jonathan Wheatley für Aufsehen. Nach Darstellung von Döllner hatte dieser Schritt jedoch kaum Auswirkungen auf die Stimmung oder die Arbeit innerhalb des Teams.
Nach seinen Worten war Audi auf solche Veränderungen vorbereitet. Die neu aufgestellte Führungsstruktur funktioniere sehr gut. Wichtige Aufgaben von Wheatley übernimmt nun Audi-Projektleiter Mattia Binotto, während Allan McNish bereits Ende April zum Renndirektor aufgestiegen ist. Döllner sieht den Rennstall daher weiterhin professionell und stabil aufgestellt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion