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Antonelli schockt Silverstone mit Pole-Coup

Antonelli lässt in Silverstone alle alt aussehen – doch für Hülkenberg endet das Qualifying erneut bitter außerhalb der Top Ten.

04.07.2026, 18:18 Uhr

Antonelli bleibt das Maß der Dinge

Kimi Antonelli setzt seine starke Saison in der Formel 1 auch in Silverstone fort. Der WM-Spitzenreiter sicherte sich für den Großen Preis von Großbritannien die Pole Position und drehte auf dem Silverstone Circuit in 1:28,111 Minuten die schnellste Runde. Charles Leclerc im Ferrari folgte mit 0,175 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

Für den erst 19 Jahre alten Italiener war es bereits die fünfte Pole in dieser Saison. Mercedes bleibt damit im Qualifying 2026 weiter makellos: Auch beim neunten Rennen des Jahres stand wieder ein Silberpfeil ganz vorne.

Ärger vor dem Finale, perfekte Runde am Ende

Vor dem entscheidenden Versuch war Antonelli noch genervt, weil er im letzten Qualifying-Abschnitt als Erster auf die Strecke musste. Danach überwog aber die Zufriedenheit. Er sei etwas gestresst gewesen, erklärte der Italiener, weil er im letzten Lauf ungern als Erster rausfahre. Seine Schlussrunde sei dann aber sehr sauber gewesen, obwohl die Bedingungen wegen des Windes schwierig gewesen seien.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobte seinen Fahrer anschließend deutlich und meinte, Antonelli bewege sich über eine Runde erneut in einer eigenen Liga.

Ferrari sitzt direkt im Nacken

Hinter Antonelli überzeugte Ferrari mit einer starken Vorstellung. Lewis Hamilton belegte im zweiten Ferrari Rang drei und hatte 0,347 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Der Rekordsieger von Silverstone hat den Heim-Grand-Prix bereits neunmal gewonnen.

Antonelli erwartet deshalb im Rennen am Sonntag (16.00 Uhr/Sky) erhebliche Gegenwehr. Direkt hinter ihm stehen beide Ferrari, die aus seiner Sicht alles daran setzen werden, gemeinsam Druck zu machen. Der Mercedes-Pilot will zugleich eine kleine Durststrecke von zwei Grand Prix ohne Sieg beenden.

Auch Sprint ging an Antonelli

Schon vor dem Qualifying hatte Antonelli in Silverstone ein Ausrufezeichen gesetzt. Im Sprint zog er in der achten von 17 Runden an Hamilton vorbei und feierte mit 2,7 Sekunden Vorsprung seinen ersten Sprint-Sieg in der Formel 1.

McLaren konnte dabei nicht mithalten: Lando Norris kam als Dritter ins Ziel und lag 9,7 Sekunden hinter Antonelli. McLaren-Geschäftsführer Zak Brown sprach anschließend davon, dass Antonelli und Hamilton in ihrem eigenen Bereich unterwegs gewesen seien.

Russell mit Schreckmoment, am Ende Platz vier

Im Mercedes-Lager sorgte George Russell zunächst für einen kurzen Schreckmoment. In der ersten K.-o.-Runde rutschte der Brite in Kurve sieben ins Kiesbett und streifte leicht die Begrenzung. Trotzdem brachte er sein Auto selbst zurück an die Box und schaffte später noch den Sprung in den letzten Qualifying-Abschnitt.

Russell sprach danach von einer merkwürdigen Situation, weil er dort noch nie blockierende Räder erlebt habe. Vor dem Finale wechselte er sogar noch die Sitzschale. Mehr als Startplatz vier war danach aber nicht drin.

Hülkenberg zunächst 13., nach Strafe aber noch Zwölfter

Aus deutscher Sicht verlief das Qualifying dennoch enttäuschend. Nico Hülkenberg verpasste die Top Ten und kam wie schon im Sprint zunächst nicht über Platz 13 hinaus. Zudem musste sich der Audi-Pilot seinem brasilianischen Teamkollegen Gabriel Bortoleto, der Elfter wurde, geschlagen geben.

Durch eine Strafe gegen Alpine-Pilot Pierre Gasly rückte Hülkenberg im Klassement allerdings noch um einen Rang auf Position zwölf vor.

Verstappen hadert mit Red Bull

Für Max Verstappen lief das Silverstone-Wochenende ebenfalls nicht nach Wunsch. Im Sprint wurde der Niederländer nur Sechster und beklagte anschließend das fehlende Tempo seines Autos. Auf den Sieger fehlten ihm 16,5 Sekunden.

Auch im Qualifying hatte der Red-Bull-Star Probleme. Über Funk klagte Verstappen über ein ungewöhnliches Motorverhalten und sprach im zweiten Abschnitt sogar von einem „Desaster“. Am Ende blieb für ihn nur Startplatz sieben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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