Politik

Weber stoppt Söder-Debatte in der CSU

Brief, Waigel-Rückenwind, viel Wirbel: Warum Weber trotz neuer CSU-Unruhe jede Debatte um Söders Zukunft abblockt.

03.06.2026, 21:30 Uhr

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber sieht derzeit keinen Machtkampf um Parteichef Markus Söder. In der ARD-Talkshow „Maischberger“ sagte Weber, innerhalb der CSU gebe es aktuell keine Debatte darüber, Söder als Vorsitzenden infrage zu stellen. Stattdessen wolle die Partei geschlossen zusammenarbeiten.

Zugleich kündigte Weber an, dass sich die CSU in den kommenden Wochen und Monaten strategisch neu sortieren werde. Dabei solle geklärt werden, mit welchem Kurs und welchem Führungsteam die Partei in den nächsten Wahlkampf gehe. Weber ist in Brüssel Vorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) sowie ihrer Fraktion.

Bereits zuvor hatte er eine inhaltliche und strategische Neuausrichtung der CSU angemahnt. Aufmerksamkeit hatte zuletzt auch sein an zahlreiche Mandatsträger verschickter „Pfingstbrief“ ausgelöst. Unterstützung erhielt er dabei unter anderem vom CSU-Ehrenvorsitzenden und früheren Bundesminister Theo Waigel.

Als Grund für die Debatte verwies Weber auf die deutlichen Verluste der CSU bei den bayerischen Kommunalwahlen. Mit Blick auf die noch rund zwei Jahre bis zur nächsten Landtagswahl sei nun der passende Zeitpunkt, um grundlegend über den künftigen Kurs der Partei nachzudenken. Er bedauerte jedoch, dass solche Überlegungen schnell auf eine reine Personalfrage reduziert würden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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