Politik

Warum Meloni ihre Stimme schützt

Nur 4 Sekunden genügen: Meloni lässt ihre Stimme schützen – aus Angst vor Deepfakes und KI-Fälschungen.

05.10.2026, 13:45 Uhr

Meloni lässt eigene Stimme als Marke schützen

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) eine kurze Tonaufnahme mit den Worten „Ich bin Giorgia Meloni“ registrieren lassen. Wie zuerst die Zeitung La Repubblica berichtete, soll der Schritt dazu dienen, sie vor KI-basierten Fälschungen ihrer Stimme zu schützen.

Nach Angaben des Blatts dauert die Aufnahme nur rund vier Sekunden. Eingetragen wurde demnach der Satz „Io sono Giorgia Meloni“ als akustisches Erkennungsmerkmal. Die Formulierung erinnert an Melonis bekannte Aussage: „Ich bin Giorgia, ich bin eine Frau, ich bin eine Mutter, ich bin Italienerin, ich bin Christin“ – ein Satz, der über die Jahre stark mit ihr verbunden wurde.

Bereits zuvor waren KI-erzeugte Bilder von Meloni im Umlauf. Im Frühjahr hatte sie deshalb öffentlich vor den Risiken solcher Manipulationen gewarnt und zu einem verantwortungsvollen Umgang aufgerufen. Auf X schrieb sie damals, mehrere gefälschte Aufnahmen von ihr würden von „irgendeinem übereifrigen Gegner“ als echt verbreitet. Deepfakes seien ein gefährliches Werkzeug, weil sie Menschen täuschen, beeinflussen und gezielt schädigen könnten. Sie selbst könne sich noch wehren, viele andere jedoch nicht. Was heute ihr widerfahre, könne morgen jede und jeden treffen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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