Politik

Waffen-Deal mit China? Trump widerspricht Xi-Gerücht

Hat Trump Xi heimlich US-Waffen angeboten? Vor Kameras streitet er alles ab – und widerspricht damit seinem Botschafter.

29.09.2026, 00:46 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat Berichte zurückgewiesen, wonach er Chinas Staatschef Xi Jinping den Verkauf amerikanischer Waffen angeboten habe. Auf die Frage eines Reporters im Weißen Haus sagte Trump, davon nichts zu wissen. Ein solches Thema sei nicht besprochen worden. Zugleich erklärte er, er müsse den US-Botschafter in China, David Perdue, zu dessen Aussagen befragen.

Perdue hatte zuvor in einem TV-Interview erklärt, Trump habe Xi tatsächlich einmal gefragt, ob China US-Waffen kaufen wolle. Im Sender Fox News sagte der Botschafter, der Präsident betone immer wieder, dass die Vereinigten Staaten Waffen in viele Länder der Welt lieferten. Weitere Einzelheiten nannte Perdue jedoch nicht.

Aus Peking fiel die Reaktion eher zurückhaltend aus. Außenamtssprecher Guo Jiakun erklärte, China richte den Ausbau seiner Verteidigungsfähigkeit nach dem eigenen Bedarf aus. Zugleich verwies er darauf, dass die Volksrepublik für Frieden und Stabilität in der Welt eintrete. Zu möglichen Hintergründen oder einem konkreten Gespräch zwischen Trump und Xi äußerte sich das chinesische Außenministerium nicht. Auch offen blieb, wann das angebliche Angebot gemacht worden sein soll und wie Xi darauf reagierte.

Warum ein solcher Schritt heikel wäre

Ein möglicher US-Waffenverkauf an China würde vor allem bei Verbündeten Washingtons in Ostasien für Unruhe sorgen. Die USA unterstützen militärisch mehrere Staaten in der Region, die sich durch Chinas Auftreten unter Druck gesetzt sehen. Besonders sensibel ist die Lage rund um Taiwan. Die demokratisch regierte Insel wird von Peking als Teil der Volksrepublik betrachtet und soll langfristig eingegliedert werden — notfalls auch mit militärischen Mitteln.

Schon seit Jahren kritisiert China die regelmäßigen Waffenlieferungen der USA an Taiwan. Derzeit steht zudem noch ein weiteres Rüstungspaket im Milliardenwert aus. Perdue bekräftigte im Interview die bisherige US-Linie im Taiwan-Konflikt. Nach seinen Worten unterstütze Washington weder eine formelle Unabhängigkeit Taiwans noch Zwang. Damit verwies er auf die Ein-China-Politik der US-Regierung, die einerseits keine Unabhängigkeit Taiwans fördert, andererseits aber auch Chinas Drohungen ablehnt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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