Politik

Union plant Topjob für Dos Santos-Wintz

Nach dem Regierungsumbau folgt der nächste Paukenschlag: Eine 32-jährige NRW-Abgeordnete soll jetzt die Union steuern.

12.08.2026, 19:45 Uhr

Catarina dos Santos-Wintz soll Anfang September zur Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin der Union gewählt werden

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Catarina dos Santos-Wintz soll nach dem Willen des neuen Unionsfraktionschefs Thorsten Frei das Amt der Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin im Bundestag übernehmen. Die 32 Jahre alte Juristin wäre damit die Nachfolgerin von Steffen Bilger, den Bundeskanzler Friedrich Merz als Verkehrsminister ins Kabinett berufen hatte.

Wie aus einer SMS Freis an die Abgeordneten hervorgeht, über die nach dpa-Informationen zunächst auch die Rheinische Post berichtete, bezeichnete der Fraktionsvorsitzende die CDU-Politikerin als „hervorragende Kollegin“. Er zeigte sich überzeugt, dass sie das wichtige Amt kraftvoll ausfüllen werde.

Dos Santos-Wintz vertritt den Wahlkreis Aachen und gehört dem Bundestag seit 2021 an. Zudem ist sie Mitglied im Ältestenrat. Geboren wurde sie in Portugals Hauptstadt Lissabon. Innerhalb der Unionsfraktion war sie bereits als Parlamentarische Geschäftsführerin tätig. Frei verwies darauf, dass sie dabei viel Erfahrung gesammelt und ihre Aufgaben überzeugend erfüllt habe. Er beschrieb sie außerdem als bestens vernetzt, durchsetzungsstark sowie kollegial und abwägend.

Nach Angaben eines Fraktionssprechers soll die Wahl von dos Santos-Wintz in der ersten Sitzung der CDU/CSU-Fraktion nach der Sommerpause Anfang September stattfinden.

Die personellen Veränderungen waren durch den Rücktritt des bisherigen Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn ausgelöst worden. Thorsten Frei war daraufhin bereits in einer Sondersitzung zum neuen Chef der Unionsfraktion gewählt worden. Spahn hatte zuvor öffentlich gemacht, dass er und sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen haben. Das hatte auch in den eigenen Reihen der Union Kritik hervorgerufen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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