Selenskyj kündigt Treffen mit Trump in New York an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will bei seinem Aufenthalt in New York in der kommenden Woche auch US-Präsident Donald Trump treffen. Wie Selenskyj auf Telegram mitteilte, sprach er zuvor telefonisch mit Trump über mehrere Themen. Beide werden zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York erwartet. Ein persönliches Gespräch könne nach Selenskyjs Einschätzung wichtige Impulse für mögliche neue Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs geben. Einen genauen Termin nannte er zunächst nicht.
Nach dem jüngsten Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Kiew betonte Selenskyj, dass für ihn die Bemühungen um Frieden an erster Stelle stehen. Die beiden US-Vertreter waren erstmals in ihrer Vermittlerfunktion in der Ukraine, nachdem sie zuvor mehrfach nach Russland gereist waren. Dort informierten sie sich über die aktuelle Lage und führten Gespräche im Rahmen ihrer Vermittlungsmission.
Neue Gespräche zwischen Kiew und Moskau im Gespräch
Nach Angaben aus Kiew soll unter Vermittlung der USA ein neuer Versuch unternommen werden, direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland wieder in Gang zu bringen. Moskau hält eine Wiederaufnahme im Oktober für denkbar. Die Gespräche waren im vergangenen Winter festgefahren und später im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ganz abgebrochen worden. Nun unternehmen Witkoff und Kushner, die auch im Nahen Osten vermittelt haben, einen weiteren Anlauf.
Selenskyj erklärte, es gebe Überlegungen zu Schritten zur Entspannung der Lage sowie zu grundsätzlichen Sicherheitsfragen. Gemeinsam mit dem amerikanischen Team arbeite man daran und sei bereit, weitreichende Maßnahmen zu ergreifen. Einzelheiten dazu nannte er jedoch nicht.
Zuletzt hatte die ukrainische Führung aus Washington vor allem zusätzliche Flugabwehrraketen gefordert, um sich besser gegen russische Angriffe mit ballistischen Raketen schützen zu können.
Beide Kriegsparteien werfen einander seit langem vor, kein echtes Interesse an einem Ende der Kämpfe zu haben. Die Ukraine versucht mit westlicher Militärhilfe weiterhin, von Russland besetzte Gebiete zurückzuerobern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber